September 21, 2021

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Staatsverschuldung: Deutschland zieht auch 2021 die Schuldenbremse

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D.Die Vorlage neuer Bundeshaushalte ist für die Bundesregierung in diesem Jahr bereits Routine. In den letzten Monaten gab es aufgrund der Corona-Krise zweimal einen Nachtragshaushalt für 2020, jetzt liegt der erste Entwurf für 2021 vor.

Und wieder plant die Bundesregierung viele neue Schuld. Er plant, im kommenden Jahr weitere 96,2 Milliarden Euro zu leihen, nachdem er für dieses Jahr Kreditzuschüsse mit einem Volumen von 217,8 Milliarden Euro erhalten hat. Dafür der Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) setzt die in der Verfassung festgelegte Schuldenbremse erneut außer Kraft.

Aber das hätte das letzte Mal sein sollen. “Die Schuldenbremse muss ab 2022 erneut angewendet werden”, sagt das Bundesministerium der Finanzen. Dies ist der feste Plan.

Die Haushaltslücke könnte von selbst geschlossen werden

Dies sollte dank des Puffers gelingen, der immer noch als Asylreserve bekannt ist und der auch im kommenden Jahr nicht betroffen sein sollte – aber erst ab 2022. Der Topf, der aus der Zeit vor Corona stammt, enthält über 48 Milliarden Euro.

Aber selbst mit diesen Reserven ist noch nicht klar, ob die Rückkehr zu einem angemessenen Budget ohne Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen gelingen wird. In der mittelfristigen Finanzplanung der Regierung für 2022 besteht noch eine Lücke von 9,9 Milliarden Euro und für jedes der folgenden Jahre eine Lücke von rund 16 Milliarden Euro. Insgesamt besteht in den drei Jahren von 2022 bis 2024 noch eine Lücke von 42 Milliarden Euro.

Diese Lücke könnte durch eine positive wirtschaftliche Entwicklung und damit höhere Steuereinnahmen als bisher prognostiziert geschlossen werden. “Wir setzen darauf”, sagte ein Regierungsbeamter und wies darauf hin, dass dies bereits nach der Finanzkrise erreicht worden sei.

Auch zu dieser Zeit gab es zunächst Lücken in der Finanzplanung, die in der Sprache der Haushalte als “Handlungsbedarf” bezeichnet wurden und die dann aufgrund der wirtschaftlichen Erholung aufgelöst würden, bis das eigentliche Budget erstellt wurde.

Ob dies gelingt und die Schuldenbremse somit im Jahr 2022 ohne Steuererhöhungen oder Ausgabenkürzungen erreicht werden kann, wird die derzeitige Bundesregierung nicht mehr beschäftigen. Das Budget für 2022 wird erst nach den nächsten Bundestagswahlen im September nächsten Jahres gebunden – möglicherweise dann unter Bundeskanzler Olaf Scholz.

Das derzeitige Kabinett von Angela Merkel (CDU) sollte am kommenden Mittwoch den Haushaltsvorschlag veröffentlichen. Dann gehen die Zahlen an den Bundestag, der die Souveränität über den Haushalt der Bundesrepublik hat. Die Debatten der Parlamentarier sollten dann Mitte Dezember abgeschlossen sein. Später als gewöhnlich, aber pünktlich zum Jahreswechsel, wie es heißt.

Die beiden Nachtragshaushalte in diesem Jahr haben die Verzögerung verursacht. Erst in der Vorwoche trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Steuerregistrierung zu einer Reise, um die Prognosen für das künftige Einkommen des Staates angesichts der aktuellen Krisenentwicklung zu aktualisieren. Sie haben ihre Mai-Schätzung für das Bundeseinkommen im kommenden Jahr um weitere zehn Milliarden Euro gesenkt. Im Vergleich zu Schätzungen vor Corona wird die Bundesregierung im Jahr 2021 mit 43 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen fertig werden müssen.

Weitere steigende Beiträge zur Rentenversicherung

Darüber hinaus hat die Bundesregierung Rettungsaktionen in Milliardenhöhe durchgeführt, um Arbeitsplätze und Unternehmen zu retten. Dazu gehören für das kommende Jahr auch erhöhte Subventionen zur Stabilisierung der Sozialversicherungsbeiträge und mögliche Ausgleichszahlungen an das Bundesamt für Arbeit aufgrund der erheblichen Ausweitung der Kurzzeitarbeitsleistungen.

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Die Bundesausgaben werden laut Haushaltsplan im kommenden Jahr etwas mehr als 413 Milliarden Euro betragen. Das sind fast 100 Milliarden Euro weniger als in diesem Jahr, aber immer noch fast 60 Milliarden Euro mehr als 2019. Der größte Posten im Bundeshaushalt sind nach wie vor die Überweisungen an die gesetzliche Rentenversicherung mit 106 Milliarden Euro, in diesem Jahr waren es erstmals rund 100 Milliarden Euro. Ohne diesen Zuschuss wären die Rentenbeiträge heute mehr als 20 Prozent statt der derzeitigen 18,6 Prozent gewesen. Weitere fünf Milliarden fließen in die Krankenkasse, um die gesetzlichen Krankenkassen zu stabilisieren.

Im Bundesministerium der Finanzen ist zu beachten, dass die Investitionen trotz der Koronapandemie zumindest im kommenden Jahr hoch bleiben werden. “Der rote Stift wird nicht verwendet.” In einigen Fällen vor der Krise wird alles wie geplant umgesetzt, Klimaschutzprojekte sowie Projekte zur Digitalisierung oder künstlichen Intelligenz.

Finanzminister Scholz präsentiert das Ergebnis der speziellen Steuerschätzung

Um die Folgen der Koronakrise besser berechnen zu können, hat die Bundesregierung eine außerordentliche Schätzung angeordnet. Siehe die Präsentation der Ergebnisse hier von Finanzminister Olaf Scholz.

Das Ministerium nimmt neue Initiativen als Teil des im Juni vorgestellten Konjunktur- und Zukunftspakets auf und legt die Investitionsausgaben für das kommende Jahr in Höhe von 55 Milliarden fest. Euro nach etwas mehr als 71 Milliarden. Euro in diesem Jahr. Die Investitionen beliefen sich im Vorjahr auf 38,1 Milliarden Euro.

Trotz der dafür im Bundeshaushalt 2021 vorgesehenen erneuten Verschuldung dürfte die Schuldenquote bei rund 75 Prozent bleiben. Es kann gelingen, wenn die Wirtschaft im kommenden Jahr tatsächlich wieder Fahrt aufnimmt. Die Prognosen der Bundesregierung prognostizieren ein Wachstum von 4,4 Prozent nach einem Rückgang von 5,8 Prozent in diesem Jahr. Für die Jahre 2022 bis 2024 sollte das jährliche durchschnittliche Wachstum laut Haushaltsvorschlag 1,5 Prozent betragen.

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Ein Regierungsbeamter sagte, Deutschland werde im kommenden Jahr die niedrigste Schuldenquote aller G7-Länder haben. Dies ist Ausdruck einer nach wie vor soliden Haushaltspolitik – trotz Rekordverschuldung in der Krise.

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