Kampf um Beirut – Zehntausende demonstrieren im Libanon

C.amerikanische Krankenhausberichte. “Eine Gummigeschosse im Arm, eine im Bein”, sagt er und fügt hinzu: “Schweine!” Die Proteste in Beirut haben gerade erst begonnen. Es dauert nicht lange, bis die Gewalt ausbricht. Die große Wut in der Bevölkerung entfesselt sich schnell und heftig. Zehntausende versammeln sich am Samstag auf dem Märtyrerplatz in Beirut. Es ist stark und wütend. Die Demonstranten halten Stöcke und Steine ​​auf Metallplatten und Pfählen, als wären sie Kampftrommeln. Außerdem steigt die Menge hin und her. Demonstranten flohen vor Tränengas und Gummigeschossen und rannten wieder zurück. Krankenwagen fahren weiter durch die Menge. Rettungsdienste meldeten später mehr als 700 Verletzte, wobei ein Polizist getötet wurde.

Auf dem Platz wurden Kleiderbügel aufgestellt, an denen Pappfiguren der verhassten politischen Führer hingen. Vorbei sind die Zeiten, in denen der finstere, aber verspielte Slogan der Hit des Volksaufstands war. Das klingt schon anders. Es wird angenommen, dass die Mächtigen des Kartells der Oligarchen und Militärführer hängen werden. Das neue Motto bedeutet grob “Binde die Seile an den Galgen”. Es ist an den Wänden von Häusern geschmückt, steht auf Flugblättern, wurde in Pulverform auf Schuttstücken mit Erde geschrieben. Der Slogan “Jeder bedeutet jeder” vom Herbst, als der Aufstand ausbrach, passt nicht mehr. Jetzt gibt es eine Stimmung, die schreit: Du oder wir.

Der Druck auf die Politik wächst

Es ist ein Wutausbruch mit einer Ankündigung. Die Menschen haben zu viel gelitten. Der Staat ging bankrott und plünderte, die Wirtschaft in Trümmern. Und dann die Explosion, die einen Hafen und ganze Stadtteile verwüstete und für die es aus Sicht der Demonstranten nur eine Erklärung gibt: Die politische Klasse hat in ihrer Unwissenheit und Selbstsucht jahrelang und trotz dringender Warnungen nicht Tausende Tonnen Sprengstoff produziert. Ammoniumnitrat aus dem Port entfernen oder zumindest verantwortungsbewusst lagern. Präsident Michel Aoun, sein verhasster Schwiegersohn Gebran Basil oder Hassan NasrallahDer Anführer der mächtigen schiitischen Organisation Hisbollah wurde wegen “Mördern” oder “Terroristen” angeklagt. Eine ältere Frau beobachtet die Unruhen durch ihre Designerbrille und sagt: “Leider muss es so sein.”

Symbolisch am Galgen: der libanesische Premierminister Diab (links) und die libanesische Partei Samir Geea


Mittags, als Polizeifotos die gepanzerten Fahrzeuge und Wasserwerfer auf den Marsch zwangen, schickte Summer eine Sprachnachricht: “Alle, mit denen ich von meinen Freunden gesprochen habe, mein Bruder – sie sind bereit für den Kampf, der sie im Oktober erwartet, aber nicht Kapiert. “Er ist jetzt da. Aber wie lange die Truppe dieses Mal dauern wird und ob korrupte und belastbare Führung nun gezwungen sein wird, sich zu ergeben, ist in diesen Tagen des Zorns noch völlig offen. Premierminister Hassan Diab kündigte am Abend an, dem Kabinett einen Vorschlag zur Abhaltung der Parlamentswahlen vorzulegen. Es wird jedoch nicht das erste Mal sein, dass solche Fortschritte im Libanon unter dem Druck der politischen Führer zu nichts geführt haben. Und auch das Staatsoberhaupt, dessen Team von diesen vielen Führern ausgewählt wurde, kontrolliert den Prozess nicht.

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