Verbreitung des Kronenvirus: Spanien – kurz vor der zweiten Welle?

Eine neue unbeschwerte Krone alarmiert nicht nur spanische Virologen, sondern erhöht auch die Anzahl der Infektionen. Politiker reagieren – mit Warnungen und höheren Strafen.

Von Reinhard Spiegelhauer, ARD Studio Madrid

Die Fotos aus Spanien könnten nicht anders sein: Das britische Fernsehen aus Andalusien zeigt symmetrisch verteilte Handtücher und Regenschirme in einem Abstand von zwei Metern voneinander – andere Fotos zeigen, wie die Polizei gewalttätige Strandpartys zerstreut.

Einige sind nicht mehr so ​​wachsam, sagt Fernando Simon, Spaniens größte Epidemie. Er meint die Jungen – und spricht mit seinem Gewissen zu ihnen: “Sie gefährden nicht nur, sondern das ganze Land.”

Reisewarnungen belasten die Tourismusbranche

Natürlich meint er auch die Tourismusbranche. Zuerst kam die Warnung, von Großbritannien nach ganz Spanien zu reisen, jetzt erweiterte Ratschläge für Reisen aus Deutschland: Gehen Sie besser nicht nach Navarra, Aragon und Katalonien.

Dies sind schlechte Signale für die Tourismusbranche. Hoteliers finden es nicht lustig, dass der Epidemiologe Simon auch darin eine Chance sieht: Die Zahlen sind nirgendwo in Großbritannien so gut. Es wäre besser gewesen, wenn weniger Fälle aus dem Ausland nach Spanien gebracht worden wären.

Junge Menschen sind infektionsgefährdet

Das größte Problem scheinen jedoch die jüngeren zu sein, die sich bei großen Familientreffen oder beim Feiern anstecken.

Der Soziologe Jorge Blanco erklärte es im spanischen Fernsehen wie folgt: “Die Leute akzeptieren, dass die zweite Welle von Beschränkungen sowieso kommen wird und wollen so viel wie möglich im Voraus mitnehmen.”

Ein junger Mann sagt: “Viele Leute denken, ich bin jung – wenn ich mich mit dem Virus infiziere, bin ich ein paar Tage im Bett, das war’s.” Andere glauben, dass niemand alle freiwilligen Maßnahmen wirklich ernst nimmt, und nur die Bestrafung kann das ändern.

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Sanktionen für die Umsetzung der Maßnahmen

Außenministerin Arancha Gonzalez Laya ist überzeugt: “Wir tun alles, um Ausbrüche auf lokaler Ebene zu begrenzen, und wir können es tun.” Touristen müssen weiter gehen.

In Katalonien ist der Chef der Regionalregierung, Kim Tora, etwas drastischer: Dies sind die zehn kritischsten Tage des Sommers. Jeder hätte eine Entwicklung in der Hand – besonders die Jungen, die nachts auf der Straße feiern, mit viel Alkohol und ein wenig Abstand. Nach der Thora ist ein solches “Botellon” keine Partei mehr, sondern einfach rücksichtslos.

Die Regionalregierung muss jetzt mit Geldstrafen von bis zu 3.000 und bis zu 15.000 Euro für diejenigen rechnen, die sich in den betroffenen Parteien schlecht benehmen. Ob die Bedrohung funktioniert, hängt davon ab, wie viel und wie konsequent sie überprüft wird.



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