Roger Stone: Donald Trump hat einen ehemaligen Berater aus dem Gefängnis entlassen

Ausland Drei Jahre im Gefängnis

Trump hat den ehemaligen Stadtrat Roger Stone aus dem Gefängnis entlassen

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Roger Stone

Roger Stone sollte nicht ins Gefängnis gehen, obwohl er den Kongress belogen hat

Quelle: dpa-infocom GmbH

Roger Stone ist eine der umstrittensten Figuren in der US-Politik. In der Russland-Affäre wurde er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Einige Tage vor seiner Verhaftung erklärte ihn das Weiße Haus zum freien Mann.

U.S-Präsident Donald Trump hat seinen Vertrauten Roger Stone inhaftiert, der in der Russland-Affäre verurteilt wurde. “Roger Stone ist jetzt ein freier Mann!”, Verkündete das Weiße Haus am Freitagabend. Der Gefangene, der zu mehr als drei Jahren Gefängnis verurteilt wurde, wäre im Gefängnis einem ernsthaften medizinischen Risiko ausgesetzt, heißt es in der Erklärung.

Stones Verfolgung in der unfairen Untersuchung des Weißen Hauses veranlasste Trump, eine Entscheidung zu treffen. “Roger Stone leidet sehr. Er wurde wie viele andere in dem Fall sehr ungerecht behandelt. “”

Stone wurde im Februar wegen Verbrechen im Zusammenhang mit der Russland-Affäre zu mehr als drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die Geschworenen befanden ihn für schuldig, falsche Aussagen gemacht zu haben, sich in die Ermittlungen einzumischen und Zeugen im Zusammenhang mit Kontakten mit der Wikileaks-Offenlegungsplattform zu beeinflussen. Stone bestritt die Vorwürfe.

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Wegen der Schwere von Stones Verbrechen empfahlen die Staatsanwälte, dass ein Bundesgericht in Washington ihn zu sieben bis neun Jahren Gefängnis verurteilt. Trump postete dann seine Wut auf Twitter, kritisierte scharf den vorgeschlagenen Satz und sprach über “Fehlverhalten der Justiz”.

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Aus Trumps Sicht ist Stone ein Opfer der “illegalen” Ermittlungen Russlands. Die Spekulationen, dass Trump Stone verzeihen könnte, gehen weiter. Nur wenige Tage vor Beginn seiner Haftstrafe erhielt Stone eine Nachsicht. Im Gegensatz zur Begnadigung bedeutet dieser Schritt nicht, dass der Satz aufgehoben wurde.

Gemäß der US-Verfassung hat der Präsident ein breites Recht auf Erleichterung und Begnadigung. Trump hat diese Option bereits mehrfach genutzt, was auch für Vertraute und gut vernetzte politische Akteure von Vorteil ist. Seine Entscheidung zugunsten der Stones ist die bislang ausgesprochenste Intervention.

Oppositionsdemokraten haben scharf reagiert. Der demokratische Vorsitzende des House Secret Service Committee, Adam Schiff, betonte: “Mit dieser Abschwächung macht Trump deutlich, dass es in Amerika zwei Justizsysteme gibt: eines für seine kriminellen Freunde und eines für alle anderen.”

Facebook blockiert Stones Profile

Facebook hatte bereits vor zwei Tagen Konten und Seiten, die mit Roger Stone verlinkt waren, wegen angeblich koordinierter Fehlinformationen gesperrt. Dahinter stecken globale Netzwerke, die aufgrund der Verbreitung falscher Nachrichten geschlossen wurden, sagte Facebook-Sicherheitschef Nathaniel Gleicher.

Das Stone-Netzwerk wurde anhand von Informationen aus einem Bericht über die Einmischung Russlands bei den Präsidentschaftswahlen 2016 aufgedeckt. Stone blockierte alte Konten, die laut Facebook den vollen Umfang seines Netzwerks enthüllten.

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Das US-Unternehmen möchte sicherstellen, dass diese meist ruhenden Konten “nicht reaktiviert und für die bevorstehenden Wahlen verwendet werden können”, sagte Gleicher. Infolgedessen wurde Stone mit mehr als 50 Facebook-Konten und seiner Instagram-Tochter sowie mit Dutzenden von Websites verknüpft, die vor und nach den Wahlen 2016 Kampagnen durchgeführt haben.

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