Maas fordert: Ein Verbot von Waffenexporten nach Hongkong – eine Politik im Ausland

Endlich passiert etwas!

Nach der Einführung der sogenannten. “Sicherheitsgesetz” – die faktische Abschaffung der Demokratie in Hongkong – Außenminister Heiko Maas (53, SPD) übt Druck auf China aus und will den Export von Waffen (zB Chemikalien) nach Hongkong verbieten.

Während dieser Stunden in Brüssel versucht Maas, alle EU-Partner gemeinsam zu überzeugen, insbesondere im Bereich der Rüstungskontrolle. Die bereits für China geltenden Verbote müssen auch in Hongkong angewendet werden, und alle Ausnahmen aufgrund des umstrittenen “Sicherheitsgesetzes” müssen gestrichen werden. Es ist noch nicht klar, ob eine Abschwächung der Waffenexportrichtlinien Chinas und Hongkongs auch die Exporte “tödlicher Waffen” wie Wasserwerfer oder Tränengas einfrieren würde.

Der Übertragungsvertrag und der Rechtshilfevertrag mit Hongkong werden ebenfalls gekündigt. Es wird befürchtet, dass China diese Abkommen (für den Austausch von Kriminellen) zwischen Hongkong und zahlreichen europäischen Ländern bald nutzen wird, um die Demokraten unter dem Vorwand des “Terrorismus” nach Hongkong zurückzubringen. Sie stehen jetzt vor einer Kampfstrafe.


Maas möchte auch, dass die Menschen in Hongkong pragmatische und großzügige Hilfe bei der Beantragung von Asyl in europäischen Ländern erhalten. Gleichzeitig sollte es mehr Lehrpläne für Künstler, Journalisten, Studenten, Lehrer und Mandatsinhaber geben.

Die Maas-Initiative wurde eng mit Frankreich koordiniert. Es ist nicht klar, wie viele EU-Partner beteiligt sind. Dies wird erst in den nächsten Tagen deutlich. Einstimmigkeit ist für eine EU-Entscheidung erforderlich. Viele Beobachter bezweifeln eine einstimmige Entscheidung, da einige EU-Länder bereits unter dem Einfluss Pekings stehen. Andere Teile des Plans müssen jedoch von den Mitgliedstaaten mit nationaler Verantwortung umgesetzt werden.

Maas sorgte letztes Jahr für Aufsehen in der Hongkong-Frage, als er sich auf der BILD-Veranstaltung im Reichstag mit dem Hongkonger Freiheitskämpfer Joshua Wong traf und ein Foto von ihm auf der ganzen Welt machte.

Zu dieser Zeit sprach die kommunistische Führung in Peking von einem “Akt der Respektlosigkeit” und ernannte den deutschen Botschafter zum dortigen Außenministerium. In Berlin hielt der chinesische Botschafter Wu Ken eine Pressekonferenz ab und kritisierte Maas scharf. Dem Außenminister wurden Monate später wegen des Fotos mit Wong die Ernennungen verweigert.

Hongkonger Aktivist: Deutschland muss zuversichtlich auf China reagieren

► Die Sprecherin der Menschenrechtspolitik der Grünen, Margaret Bause (61), begrüßte die Maas-Initiative. Er war spät dran, “aber zumindest versuchen Berlin und Paris, eine gemeinsame europäische Linie zu entwickeln.”

Es ist bereits wichtig, “nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner für leises Treten zu finden”, sondern “eine klare EU-Positionierung für die Autonomie Hongkongs, einschließlich möglicher Sanktionen”.

Deutschland sieht auch die Verantwortung für den Demokratieaktivisten Nathan Lowe, der aus Hongkong geflohen ist, um weiter über die Demokratiebewegung im Exil im Ausland zu sprechen.

Die Bundesregierung müsse “zuversichtlich auf Chinas autoritäre Expansion reagieren”, sagte das Gesetz gegenüber BILD. Nicht nur das Auslieferungsabkommen zwischen Deutschland und Hongkong muss gekündigt werden. Darüber hinaus muss Deutschland einen “Boykott der Olympischen Winterspiele 2022 in Peking” in Betracht ziehen, wenn Peking seine Menschenrechtsverletzungen nicht aufhält.

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