Kronenkrise: Daimler verliert Milliarden – DER SPIEGEL

Kronenkrise stürzt ab Autohersteller Daimler tief in den roten Zahlen. Im zweiten Quartal betrug der Verlust laut Konzern rund zwei Milliarden Euro. Es war sogar deutlich größer als vor einem Jahr, als Daimler Milliarden an Rückstellungen schuldete Diesel-Affäre und die Airbags erinnern daran, dass sie vorübergehend in die roten Zahlen gerutscht sind. Der Umsatz ging ebenfalls deutlich um 29 Prozent auf 30,2 Milliarden Euro zurück.

Infolge der Stagnation in vielen Fabriken und Autohäusern lieferte die Hauptmarke Mercedes-Benz im zweiten Quartal insgesamt 457.711 Fahrzeuge an Kunden weltweit aus, 20,2 Prozent weniger als im Vorjahr. In der gesamten Gruppe – bei allen Marken – ging der Absatz um 34 Prozent auf rund 541.800 Pkw und Nutzfahrzeuge zurück. Dies ist hauptsächlich auf die Märkte in Europa und Nordamerika zurückzuführen. In China hingegen ist Mercedes bereits auf Wachstumskurs und erzielte nach dem Ende der Blockade des weltweit wichtigsten Automarktes eine Angebotssteigerung von fast 22 Prozent.

Trotz der Kronenkrise erwartet Daimler für das gesamte Jahr 2020 einen operativen Überschuss. Die Gewinne sollten im Tagesgeschäft bleiben, wenn sich die wirtschaftliche Erholung in der zweiten Jahreshälfte fortsetzt und es in den wichtigsten Absatzmärkten keine erneute Welle von Covid 19-Infektionen gibt, so das Unternehmen.

Daimler hat vor einer Woche seine ersten Daten für das zweite Quartal veröffentlicht, weil sie trotz des Milliardenverlusts besser aussahen, als sie normalerweise befürchteten. Der Konzern geht jedoch nicht davon aus, dass der Umsatzrückgang aufgrund der Korona bis Ende des Jahres ausgeglichen werden kann. Daher müssen die Effizienz- und Kapazitätsmaßnahmen verstärkt werden – was nichts anderes bedeutet als zusätzliche Straffung der Wirtschaft,, ,,.

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Der Personalleiter Wilfried Port hatte vor zwei Wochen gesagt, dass mehr als die bisher bekannten 1,4 Milliarden Euro im Personalbereich eingespart und mehr als die zuvor angekündigten 15.000 Stellen abgebaut werden müssten. Vor kurzem war von zwei Milliarden Euro und bis zu 20.000 Arbeitsplätzen die Rede, aber Daimler hat noch keine offiziellen Zahlen vorgelegt. Die Ablehnung von Entlassungen aus betrieblichen Gründen ist auch zum Ergreifen gedacht, was zu großen Unruhen in der Belegschaft führt.

Ikone: Der Spiegel

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