Oktober 25, 2021

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Blutung der Operation: Der Arzt gibt ein umfassendes Geständnis im Dopingprozess

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Als Hauptangeklagter im Fall von Blutdoping hat Arzt Mark Schmidt ein umfassendes Geständnis abgelegt und seit 2012 Manipulationen zugelassen. In einer von seinen Anwälten gelesenen Erklärung gab der Erfurter am Dienstag zu, dass er sich ab diesem Jahr hauptsächlich um Winter- und Radsportler gekümmert hatte.

Mark Schmidt betonte jedoch, dass es nicht um Geld gehe, sondern dass er nur daran gearbeitet habe, die Kosten zu decken. “Ich habe durch Doping nichts gewonnen”, heißt es in der Erklärung. Er widersprach auch der Behauptung, dass die Behandlungen die Athleten gefährdeten. “Es war mir immer wichtig, dass Sportler nicht für ihre Gesundheit geschädigt werden.”

Die Staatsanwaltschaft in München beschuldigt den 42-jährigen Arzt fast 150 Straftaten. Mark Schmidt gab die meisten Klagen zu, widersprach aber auch einem guten Dutzend der genannten Fälle.

Während der ersten zwei Wochen des Versuchs haben zwei Assistenten von Mark Schmidt – Krankenschwester Diana S. und Sanitäter Sven M. – die Ergebnisse der Untersuchung in der sogenannten Aderlass-Operation ausgesagt und bestätigt. Der Erfurter Arzt hatte sie gebeten, Athleten an verschiedenen Orten Blut zu entnehmen und es ihnen zu geben. Dies wurde nun vom Arzt selbst bestätigt. Mark Schmidts Vater hatte wie ein anderer Angeklagter eine Nachricht gesendet, dass er über die Machenschaften seines Sohnes Bescheid wusste.

Nur der fünfte Angeklagte in dem Fall, Erbauer Dirk Q., hat noch keine Stellungnahme abgegeben. Er befindet sich seit Anfang 2019 neben Mark Schmidt in Haft, weil er laut Staatsanwaltschaft auch während der Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang Blut von Sportlern genommen und erneut injiziert hat. Zu Beginn des Prozesses forderte sein Anwalt die Schließung des Verfahrens wegen mutmaßlicher mehrfacher Straftaten.

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Im größten deutschen Dopingprozess seit Jahren sind insgesamt 26 Verhandlungstage geplant, und kurz vor Weihnachten wird ein Urteil erwartet. Die Ermittlungen hatten im Januar 2019 nach einer ARD-Dokumentation und Aussagen des österreichischen Langläufers Johannes Dürr begonnen. Am 27. Februar gab es zwei Razzien, eine während der Nordischen Weltmeisterschaft in Seefeld und eine in Erfurt, wo Mark Schmidt festgenommen wurde.

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