Oktober 25, 2021

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Aktienkurse fallen: Die Angst vor dem Virus lässt Dax in den Keller rutschen

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Die Angst vor einer neuen Abschaltung führt dazu, dass Dax in den Keller von Frankfurt stürzt. Zu Beginn der Woche verlor der Leitindex gut 4,4 Prozent. Neben der Angst vor einer Pandemie macht die Deutsche Bank auch negative Schlagzeilen.

Die Angst vor der steigenden Flut von Koronarinfektionen hat Dax Anfang dieser Woche schwer getroffen. Am Ende entging der Leitindex knapp seinem größten täglichen Verlust seit Mitte März, als der Virusabsturz noch im Gange war. Aus dem Handel ging er um 4,37 Prozent auf 12.542,44 Punkte zurück. Kurz zuvor war sie seit Anfang August um fast 12.500 Punkte auf ein niedriges Niveau gefallen.

Dax 12.542,44

Laut dem Marktanalysten Milan Cutkovic vom Handelsunternehmen AxiTrader wurde die steigende Anzahl von Infektionen in Europa zum nächsten Störfaktor an der Börse, der kürzlich ins Stocken geraten war. MDax ging auch viel runter. Der Aktienindex verlor 3,68 Prozent auf 26.499,95 Punkte. In Deutschland erreichte die Zahl der am Freitag gemeldeten Neuinfektionen in fast fünf Monaten ein hohes Niveau, während in einigen Nachbarländern die Infektionsrate noch höher ist. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock schloss eine neue Sperrung in einem BBC-Interview nicht aus. In diesem Fall befürchten Börsenmakler katastrophale Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Leckagen setzen die Deutsche Bank unter Druck

In Dax gab es nur Verlierer. Am Ende des Index fiel das Papier der Deutschen Bank um 8,8 Prozent. Der Finanzsektor erlitt auch europaweit schwere Verluste. Der Grund dafür war ein Leck in vertraulichen Geldwäscheberichten des US-Finanzministeriums über fragwürdige Zahlungsströme, die sogenannten “FinCEN-Dateien”. Die Deutsche Bank ist eine der im Bericht ausdrücklich genannten Banken. Obwohl einige Fragen geklärt werden müssen, haben die Akten auf jeden Fall die Regulierungs- und Sanktionsrisiken für die Branche erneut erhöht, sagte der Marktanalyst Neil Wilson von Markets.com. Die Tatsache, dass die Frankfurter Bank auf einer Übernahmeliste der Schweizer UBS stehen sollte, hat in diesem Umfeld nicht geholfen.

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Deutsche Bank
Deutsche Bank 7.00

Unter den deutschen Small-Cap-Aktien versetzte der eskalierende Streit mit der spanischen Telefonica-Gruppe den Aktionären von United Internet und 1 & 1 Drillisch einen schweren Schlag. Nachdem bekannt wurde, dass beide aufgrund der steigenden Kosten für den Zugang zum O2-Netzwerk ihre Ziele für dieses Jahr senken mussten, fielen die Aktien von United um fast ein Viertel und 1 & 1 sogar um fast 28 Prozent. Die Aktien von Telefonica Deutschland folgten dem Gesamtmarkt um rund vier Prozent.

Investoren suchen Zuflucht im Dollar

In ganz Europa waren die Reisezahlen erneut besonders stark von den Befürchtungen der Anleger betroffen. Die Papiere von Lufthansa rutschten in MDax um 9,5 Prozent ab. Es passt die Nachricht am Nachmittag, wo die Fluggesellschaft aufgrund des Virus noch tiefere Einschnitte in der Flotte und im Personal vornehmen wird. Der MTU-Bestand des Schiffslieferanten brachte den düsteren Ausblick in Dax auf ein Minus von acht Prozent. Die wenigen positiven Hoffnungsschimmer in der Dax-Indexfamilie waren die Aktien von Hornbach, Shop Apotheke, Zooplus und Hellofresh, die bereits in den letzten Monaten als Corona-Gewinner gefeiert wurden und in MDax oder SDax zwischen 0,7 und 6 gelistet sind. 7 Prozent, die gewonnen haben.

Lufthansa
Lufthansa 7.79

Die Börsen in ganz Europa gingen ebenfalls bergab. Am Ende verlor EuroStoxx 3,74 Prozent auf 3160,95 Punkte. Der französische Cac 40 ging ebenfalls bergab, während der britische FTSE 100 rund 3,4 Prozent verlor. Der Rückgang war auch in New York zu verzeichnen, wo der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss hier rund drei Prozent verlor.

Der Euro geriet ebenfalls unter Druck, als Investoren Zuflucht im US-Dollar suchten. Zuletzt wurden 1,1742 USD für die einheitliche Währung gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzzinssatz inzwischen auf 1,1787 USD festgelegt (Freitag: 1,1833 USD). Der Dollar kostete 0,8484 (0,8451) Euro. Auf dem Rentenmarkt fiel die aktuelle Rendite von minus 0,50 Prozent am Freitag auf minus 0,52 Prozent. Der Rex Bond Index stieg um 0,08 Prozent auf 145,73 Punkte. Die Zukunft von Bund stieg um 0,34 Prozent auf 174,66 Punkte.

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