Februar 29, 2024

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BASF verkauft Anteile an zwei China-Joint-Ventures – Buzznice

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BASF verkauft Anteile an zwei China-Joint-Ventures – Buzznice

BASF zieht sich aus Xinjiang zurück – Menschenrechtsvorwürfe führen zu Joint-Venture-Verkauf

Der deutsche Chemiekonzern BASF hat angekündigt, sich von seinen Joint Ventures in der chinesischen Provinz Xinjiang zurückzuziehen. Dies geschieht vor dem Hintergrund schwerwiegender Menschenrechtsvorwürfe, die in dieser Region erhoben wurden. Das Unternehmen wird alle seine Anteile an den beiden Joint Ventures Markor Chemical und Markor Meiou Chemical verkaufen. Bereits im vierten Quartal 2023 wurden die Anteile zum Verkauf angeboten.

BASF reagiert mit diesem Schritt auf die ernsthaften Vorwürfe gegen seinen Joint-Venture-Partner, die nicht mit den Unternehmenswerten vereinbar sind. Berichten zufolge war Markor Chemical stärker in das Unterdrückungssystem gegen die uigurische Minderheit verwickelt als bisher bekannt. Die Vorwürfe beziehen sich jedoch ausschließlich auf die Partnerfirmen und nicht auf BASF selbst, betont der Chemiekonzern.

Die beiden Joint Ventures stellen 1,4-Butandiol her, das als Ausgangsstoff für verschiedene chemische Produkte dient. BASF betont, dass die Präsenz des Unternehmens in China unverändert bleiben wird. Der Konzern plant sogar Investitionen in der Provinz Guangdong. Xinjiang beliefert derzeit zahlreiche multinationale Unternehmen, darunter auch Volkswagen, und steht aufgrund von Vorwürfen der Zwangsarbeit international in der Kritik.

Die US-Regierung hat bereits den Import von Waren aus Xinjiang verboten. China weist die Vorwürfe jedoch zurück und spricht von einem Kampf gegen Extremismus in der Region. BASF nimmt die Hinweise auf mögliche Menschenrechtsverletzungen seriös, stellt jedoch klar, dass die Entscheidung, sich von den Joint Ventures zu trennen, aufgrund der Aktivitäten der Partnerfirmen getroffen wurde und nicht aufgrund eigener Kenntnisse oder Handlungen des Konzerns selbst.

Diese Entwicklung zeigt erneut die zunehmende Sensibilisierung multinationaler Unternehmen in Bezug auf Menschenrechtsfragen. Im Zusammenhang mit dem wachsenden Bewusstsein der Konsumierenden für ethische und soziale Verantwortung ist es für Unternehmen immer wichtiger, sicherzustellen, dass ihre Geschäftspartner den gleichen Werten folgen.

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