Oktober 28, 2021

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Alexander Zorniger und Christian Gross im Vergleich

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Jochen Schneider darf für seinen Job nicht beneidet werden.

Nach der Entlassung von Manuel Baum steht das Sportbrett Schalke 04 auf der Suche nach seinem Nachfolger unter großem Zeitdruck.

Nachdem Huub Stevens seine Position als Interimstrainer angetreten hatte wird nach dem Pokalspiel gegen den SSV Ulm wieder abreisenSchalke hat nur noch zehn Tage bis zum nächsten Spiel bei Hertha BSC am 2. Januar.

Bis dahin muss ein neuer Trainer gefunden werden. (DFB-Pokal: Ulm – FC Schalke 04 Dienstag ab 18.30 Uhr in LIVETICKER)

In seiner Not hat sich Schneider offenbar an zwei ehemalige Gefährten aus der Stuttgarter Zeit erinnert. Nach SPORT1-Die Information ist nicht nur Alexander Zorniger ein ernsthafter Trainerkandidat, sondern auch der Schweizer Christian Gross. SPORT1 aus Gross ‘Umfeld gelernt: Es gibt bereits konkrete Gespräche mit den Verantwortlichen für S04!

Keiner von ihnen ist derzeit im Profifußball beschäftigt, daher wären sie sofort verfügbar. Aber wer ist besser für S04 geeignet? SPORT1 stellt die beiden Lehrer vor. ((DFB-Pokal: Zeitplan und Ergebnisse)

Zorniger – Gross: Letzte Stationen

Zorniger war von 2016 bis 2019 Trainer des traditionellen dänischen Klubs Bröndby in Kopenhagen. In dieser Zeit waren er und das Team zweimal Zweiter und einmal Pokalsieger (2018). Im Februar letzten Jahres wurde der gebürtige Schwabe entlassen, nachdem Brøndby im Kampf um den Titel keine Chance mehr hatte. Seltsamerweise wurde Zorniger von der Schalke-Legende Ebbe Sand (damals Sportdirektor des Vereins) gefeuert.

Gross war vor langer Zeit als Trainer in Europa. Bis April 2012 war er Trainer in seinem Heimatland Schweiz bei Young Boy aus Bern. Anschließend kehrte er Europa den Rücken und stellte in Saudi-Arabien und Ägypten ein. Mit Al-Ahli wurde er 2016 saudischer Meister, mit Zamalek Cairo gewann er 2019 den Confederation Cup-Titel – das afrikanische Äquivalent der Europa League.

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In der zweiten Runde des DFB-Pokals zeigt SPORT1 das Duell zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Braunschweig am 22. Dezember ab 18 LIVE im Fernsehen und in STREAM

Zorniger – Gross: Vereine in Deutschland

Zorniger spielte eine Schlüsselrolle für den raschen Aufstieg von RB Leipzig als Trainer zwischen 2012 und 2015. Während dieser Zeit legte er mit seinem Wechsel von der vierten in die zweite Liga den Grundstein für die heutigen Erfolge der Sachsen in der Champions League.

Der heute 53-Jährige kehrte dann zum VfB Stuttgart zurück, wo er bereits 2009 als Co-Trainer gearbeitet hatte. Sein zweites Engagement bei Schwaben war von kurzer Dauer. Als Nachfolger von Stevens wurde er im November 2015 nach nur 13 Spielen wegen erfolgloser Ergebnisse entlassen.

Zum Vergleich: Gross ist in Deutschland ein ziemlich glänzender Schiefer-Trainer. Der VfB war der einzige Bundesliga-Verein, den der 66-Jährige trainierte. Vor elf Jahren übernahm er als 15. Stuttgart und führte sie mit einem unglaublichen Durchschnitt von 2,26 Punkten pro Spiel in den Europapokal. Nachdem er sechs der ersten sieben Spiele der folgenden Saison verloren hatte, musste er auch den Verein verlassen.

Zorniger – Gross: Die Philosophen

Da Zorniger RB Leipzig auf seinem Weg zum Profifußball begleitet hat, ist es nicht verwunderlich, dass er einen gepflegten Volldampffußball bevorzugt. Drücken, Gegenpressen, immer mit großem Aufwand verbunden, ist seine Philosophie.

Alexander Zorniger führte RB Leipzig in den Profifußball © Bild

Damit hatte er in Leipzig lange Erfolge. Aber hauptsächlich, weil er die richtigen Spieler für diesen kraftverbrauchenden Stil hatte. In Stuttgart wurde schnell klar, dass er verlor.

Eine Änderung seiner Philosophie kam für ihn nicht in Frage. “Niemand nimmt mir das Vertrauen in meine Arbeit”, sagte er einmal. Ein Satz, der Zornigers Zuversicht, aber auch seine Ablehnung von Ratschlägen zum Ausdruck bringt. Die Tatsache, dass er keinen Plan B im Ärmel hatte, war einer der Hauptgründe für seine schnelle Freilassung in Stuttgart.

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Christian Gross führte den VfB 2010 in den Europapokal
Christian Gross führte den VfB 2010 in den Europapokal © Bild

Von Gross wird gesagt, dass er Fußball im Ballbesitz bevorzugt und deshalb lange von einem Engagement in Spanien geträumt hat. Das ist nicht geschehen, aber zumindest gilt er mit sechs Titeln bei Grasshoppers Zürich und dem FC Basel als der erfolgreichste Schweizer Trainer.

Der Mann mit der auffälligen Glatze kann auch Teams vor dem Abstieg retten. Er zeigte es in Stuttgart und London, wo er Tottenham Hotspur 1997 wieder auf Kurs brachte. Er ist als Motivationskünstler mit Liebe zum Detail und einer Vorliebe für Psychologie bekannt.

Er unterhält eine offene Beziehung zu seinen Spielern. Er gibt ihnen Freiheit, fordert aber absolute Motivation auf dem Platz. Sein Motto: “Du kannst ein Spiel verlieren, wenn der Gegner besser ist, aber wenn der Gegner schlechter war, werde ich explodieren.”

Zorniger – Gross: Die Beziehung zu Schneider

Wenn Sie nach Parallelen zwischen Zorniger und Schneider suchen, landen Sie dort, wo alles im Leben beginnt. Beide wurden in der Württembergischen Gemeinde in Mutlangen geboren. Später kreuzten sie beim VfB erneut die Wege: Zorniger war 2009 Co-Trainer bei Markus Babbel, Schneider war Sportdirektor. Es hat sicherlich etwas mit ihrer gemeinsamen Herkunft zu tun, dass das Schneider-Zorniger-Duo in Gelsenkirchen als denkbare Variante gilt.

Schneider kennt Gross auch aus seiner Zeit als Sportdirektor in Stuttgart. Er brachte die Schweizer im Dezember 2009 als Nachfolger von Babbel zum VfB. Übrigens gab es keine Zusammenarbeit zwischen Gross und Zorniger, da dieser seinen Hut als Co-Trainer bei Babbel abnahm.

Zorniger – Gross: Fazit

Auch auf Schalke heißt es: entweder Zorniger oder Gross.

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Der Schweizer spricht für seine Fähigkeit, eine Mannschaft schnell zu motivieren und ihr den Glauben an den Abstieg zurückzugeben. Aber nach seiner Zeit in Ägypten im letzten Sommer hätte er seine Trainerkarriere fast beendet. Wird er noch einmal als Feuerwehrmann auf Schalke arbeiten?

Sein klares Konzept, mit dem er den Verein langfristig platzieren konnte, spricht für Zorniger. Dafür braucht er aber auch die richtigen Spieler. Das könnte ein Problem sein. Weil es derzeit kein Geld für neue Spieler gibt.

In diesem Zusammenhang kann es sogar sinnvoll sein, Gross am Ende der Saison zu unterzeichnen und dann mit Zorniger einen langfristigen Plan in Angriff zu nehmen.

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