September 22, 2021

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“Spitting Image”: Britische Satire für starke Mägen

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Die Puppenkarikaturen von “Spitting Image” feiern nach fast einem Vierteljahrhundert ihr Comeback. Greta Thunberg, Angela Merkel und Donald Trump treten auch im einst erfolgreichsten britischen Satireformat auf.

Von Jenny Beyen, ARD-Studio London

“Spitting Image” war noch nie etwas für schwache Nerven oder schwache Mägen – dies gilt auch für die Neuauflage. Innerhalb der ersten Minute nähern Sie sich dem Boden von US-Präsident Donald Trump, als Sie es jemals wollten – im Bett des Trump-Paares entfaltet sich der folgende Dialog:

Donald: Melania, wach auf! Ich brauche Hilfe bei diesem Tweet!

Melania: Oh, zum letzten Mal. Es gibt nur zwei ‘F’ in ‘Covfefe’. Jetzt leg es weg und schlafe! ‘

Donald: Ich kann nicht – ich muss fünf gefälschte Geschichten retweeten und Meghan Markle einen Idioten nennen!

Melania: Kann das sonst niemand?

Donald: Aber wer? Ich habe es!

Melania: Oh nein – nicht dieses Arschloch …

Ja, das ist Trumps Arschloch, das gerade twittert. Dem US-Präsidenten sind mehrere Skizzen gewidmet. Zum Beispiel als Deal Maker – mit Coronavirus.

Politiker und Coronavirus: “Spitting Image” ist ein Hit. Natürlich auch mit dem Innenminister Boris Johnson.

Makeover für das Comeback

Natürlich kann die neue Ausgabe nicht ohne die britische Königsfamilie auskommen – mit einem Einblick in den neuen Alltag von Harry und Meghan in Amerika.

Harry und Meghan sind nur ein Teil der “Spitting Image” -Veränderung. Von Kim Kardashian über Michelle Obama bis hin zu Greta Thunberg gibt es über hundert neue Puppen für die Comeback-Saison. Darüber hinaus wurden frühere Autoren von “The Simpsons” gekauft.

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“Verwenden Sie keine Klischees”

Der Erfinder des Puppentheaters, Roger Law, erklärt, dass es sogar ein Comeback von “Spitting Image” gibt, einfach mit der gestiegenen Nachfrage. “Die Leute sind im Moment über viele Dinge traurig. Und ich denke, deshalb musste ich wieder gehen”, sagte Law.

Aber heute müssen Sie sich genauer ansehen, wie man Karikaturen macht. Sie können dafür keine Klischees verwenden. “Michelle Obama zum Beispiel. Sie ist die beliebteste Frau in Amerika – die Puppe muss genau passen”, sagt Law.

Dies ist genau eines der Risiken der neuen Ausgabe von “Spitting Image”. In Zeiten politischer Korrektheit und Bewegungen wie Black Lives Matter schauen sich die Menschen genauer an, wie die Charaktere aussehen. Große Ohren, Pferdezähne oder dicke Lippen sind charakteristisch für die Cartoon-Puppen. Nicht jeder versteht das.

Trailer für die Saison löste Kritik aus

Auch nach dem Trailer zur neuen Saison gab es viel Kritik: Facebook-Chef Mark Zuckerbergs große Nase war antisemitisch, Rapper Kanye Wests dicke Lippen waren rassistisch und Gretha Thunberg hatte sogar eine Puppe, eine 17-jährige autistische Frau gegen Ungerechtigkeit.

Der ganze Unsinn, sagt das Erfindergesetz, die Leute werden nur verärgert sein. Er mag sogar besonders Greta. “Greta ist mein Lieblingscharakter. Ein Charakter, der einfach funktioniert, ist mein Lieblingscharakter.” Übrigens ist sie Wetter im “Spitting Image” -Universum.

Bei Hochzeiten erreichte die Serie in Großbritannien bis zu 15 Millionen Zuschauer. Der Anbieter der Show, Britbox, hofft offenbar auf ähnliche Erfolge. Der Streaming-Service ist eine Zusammenarbeit zwischen den britischen Fernsehsendern BBC und ITV und zeigt nur britische Produktionen wie “Dr. Who”. Britbox hat ungefähr eine Million Abonnenten in Nordamerika, daher gibt es keine Konkurrenz für Netflix und andere. “Spitting Image” sollte das jetzt ändern.

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Deutschlandfunk Kultur berichtete zu diesem Thema am 5. Oktober 2020 um 05.08.


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