Februar 25, 2024

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Nach Teilnahme an rechtsextremen Treffen in Potsdam: AfD trennt sich von Weidels Referenten

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Nach Teilnahme an rechtsextremen Treffen in Potsdam: AfD trennt sich von Weidels Referenten

AfD entlässt Mitarbeiter nach Teilnahme an Treffen rechtsextremer Gruppierungen

Berlin – Die Alternative für Deutschland (AfD) hat sich von einem Mitarbeiter von Parteichefin Alice Weidel getrennt, nachdem dieser an einem Treffen radikaler Rechter in Potsdam teilgenommen hatte. Der Arbeitsvertrag von Roland Hartwig als Referent von Weidel wurde im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst, wie die AfD am Dienstag mitteilte.

Hartwig hatte an einem Treffen in einer Potsdamer Villa im November teilgenommen, an dem auch der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung, Martin Sellner, anwesend war. Sellner hielt während des Treffens einen Vortrag über „Remigration“. Hartwig gab an, nicht gewusst zu haben, dass Sellner anwesend sein würde, obwohl dieser in der Einladung angekündigt war.

Die Identitäre Bewegung steht auf der Unvereinbarkeitsliste der AfD, was bedeutet, dass Mitgliedschaften in beiden Organisationen nicht gleichzeitig möglich sind. Die Berichte über das Treffen haben Empörung ausgelöst und es gab Proteste gegen die AfD in verschiedenen Städten.

Auch beim Verein Deutsche Sprache (VDS) ist ein Vorstandsmitglied im Zuge der Recherche zum Treffen zurückgetreten. Der Verein hatte zusammen mit einer Journalistin die Teilnehmerliste des Treffens veröffentlicht. Aus Sorge um seinen guten Ruf habe das Vorstandsmitglied daraufhin den Rücktritt eingereicht, wie der VDS bekannt gab.

Die AfD gerät immer wieder wegen Kontakten zu extremen Rechten in die Kritik. Im vergangenen Jahr hatte bereits ein Mitarbeiter des Thüringer Landesverbandes mit Verbindungen zur Identitären Bewegung für Schlagzeilen gesorgt.

Die Partei lehnt eine Zusammenarbeit mit rechtsextremen Organisationen offiziell ab und distanziert sich von extremistischen Positionen innerhalb der eigenen Reihen. Allerdings fühlen sich Beobachter und Kritiker von der AfD immer wieder in ihrer Auffassung bestätigt, dass die Partei eine Anlaufstelle für rechtsextreme und extremistische Gruppierungen sei.

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