Februar 28, 2024

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Nach dem Warnstreik der GDL soll der Zugverkehr ab Samstag weitgehend normal verlaufen

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Nach dem Warnstreik der GDL soll der Zugverkehr ab Samstag weitgehend normal verlaufen

Die Gewerkschaft der Lokführer, GDL, hat am Freitagabend ihren 24-stündigen Warnstreik beendet. Der Zugverkehr kehrte am Samstag zum normalen Fahrplan zurück, es könnten jedoch vereinzelt noch Abweichungen auftreten. Die Bahn rechnet außerdem damit, dass die Züge am Wochenende sehr voll sein werden. Bahn und GDL sind weiterhin uneinig bei der Kernforderung nach Arbeitszeitverkürzung.

Besonders betroffen war der Bahnverkehr in Berlin und Brandenburg, wo es zu starken Beeinträchtigungen kam. Doch seit Samstagmorgen fahren die Züge wieder im regulären Fahrplan, sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr. Dennoch könnten vereinzelt Ausfälle auftreten, weshalb Fahrgäste vor Reiseantritt prüfen sollten, ob ihr Zug auch tatsächlich fährt. Aufgrund der erwarteten hohen Fahrgastzahlen wird empfohlen, einen Sitzplatz zu buchen.

Ab Sonntag wird es zudem mit dem neuen Winterfahrplan mehr Fernzugverbindungen und Sitzplätze geben. Die Rückkehr zum normalen Fahrplan gestaltet sich aufgrund des anstehenden Fahrplanwechsels am Sonntag und den Folgen des Wintereinbruchs in Süddeutschland jedoch schwierig.

Bei den Tarifverhandlungen sind Bahn und GDL weiterhin uneins bei der Kernforderung nach Arbeitszeitverkürzung. GDL-Chef Claus Weselsky zeigt sich zuversichtlich, mit dem Warnstreik die Forderungen gegenüber dem Bahnvorstand durchzusetzen. Bahn-Sprecher Achim Stauß fordert die GDL hingegen auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich, während die Bahn bisher elf Prozent mehr Lohn in Aussicht gestellt hat.

Während des Streiks waren im S-Bahn-Verkehr auf einigen Linien Züge im 20-Minuten-Takt unterwegs. Die BVG war nicht direkt von dem Streik betroffen, jedoch waren Busse, U-Bahnen, Straßenbahnen und Fähren deutlich voller als üblich, wodurch Verspätungen und Wartezeiten entstanden.

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Die Niederbarnimer Eisenbahn, Flixtrain und die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH waren ebenfalls nicht direkt betroffen. Bis einschließlich 7. Januar sind keine weiteren Streiks geplant. Danach sollen die Arbeitskämpfe jedoch länger und intensiver werden. Derzeit läuft eine Urabstimmung unter den GDL-Mitgliedern über unbefristete Streiks, deren Ergebnis am 19. Dezember erwartet wird.

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