Februar 28, 2024

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Gelähmte können dank Gehirn-Computer-Schnittstelle wieder „Sprechen“

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Gelähmte können dank Gehirn-Computer-Schnittstelle wieder „Sprechen“

„Revolutionäre Studien zur Gehirn-Computer-Schnittstelle veröffentlicht“

Im renommierten Fachjournal „Nature“ präsentieren gleich zwei Forschungsgruppen bahnbrechende Entwicklungen im Bereich der Gehirn-Computer-Schnittstellen. Diese neuartigen Technologien ermöglichen es Patienten, allein durch ihre Gedanken zu kommunizieren.

Besonders beeindruckend ist der Fall einer Patientin mit der Nervenkrankheit ALS. Dank einer Mikroelektroden-Implantation ins Gehirn konnte sie erstaunliche 62 Wörter pro Minute äußern – ein wahrer Durchbruch. Doch es geht noch schneller: Eine weitere Patientin, die einen Schlaganfall erlitten hatte, schaffte sogar 78 Wörter pro Minute. Das entspricht etwa der halben Sprechgeschwindigkeit im Englischen.

Die erste Gruppe von Forschern nutzte dabei Mikroelektroden-Arrays, um die Hirnaktivitäten in Schrift umzuwandeln. Die Daten wurden direkt vom Gehirn erfasst und in Wörter umgewandelt. Eine andere Gruppe verwendete das Verfahren der Elektrokortikografie und konzentrierte sich auf 39 Lauteinheiten, um Wörter zu erkennen. Beeindruckenderweise gelang es beiden Gruppen, das Sprechen über einen Avatar zu ermöglichen.

Trotz dieser erstaunlichen Fortschritte ist es wichtig zu betonen, dass der breite Einsatz dieser Technologien noch in weiter Ferne liegt. Es handelt sich definitiv um einen Meilenstein in der Entwicklung von Gehirn-Computer-Schnittstellen, aber es gibt noch einen langen Weg zu gehen. Weitere umfangreiche Studien und Tests sind nötig, um die Sicherheit und Effizienz dieser Technologien zu gewährleisten.

Dennoch sind diese Forschungsergebnisse äußerst vielversprechend und könnten in Zukunft das Leben vieler Menschen maßgeblich verbessern. Menschen mit Sprachbehinderungen, gelähmte Patienten oder Menschen, deren Sprachzentrum durch Verletzungen geschädigt wurde, könnten von dieser Technologie stark profitieren.

Die Hoffnung, dass Gehirn-Computer-Schnittstellen irgendwann zur Kommunikation für jeden Menschen werden könnten, ist also durchaus gerechtfertigt, jedoch müssen weiterhin Forschungen und Entwicklungen vorangetrieben werden, um dieses Ziel zu erreichen. Es bleibt spannend, die weitere Entwicklung und Anwendung dieser faszinierenden Technologien zu verfolgen.

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