Februar 24, 2024

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Energiepreise: Sechs gute Gründe, jetzt den Stromanbieter zu wechseln

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Energiepreise: Sechs gute Gründe, jetzt den Stromanbieter zu wechseln

Grüner Strom: Zweifel am Funktionieren des Zertifikatssystems

Im Zeitalter des Klimawandels und der Energiewende ist grüner Strom ein heiß diskutiertes Thema. Verbraucher möchten immer öfter ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem sie auf Energie aus erneuerbaren Quellen setzen. Doch die Frage bleibt: Wie können wir sicher sein, dass der Strom, den wir kaufen, auch wirklich grün ist?

Grüner Strom kann entweder selbst erzeugt werden, beispielsweise durch den Betrieb von eigenen Windkraftanlagen oder Solaranlagen. Alternativ besteht die Möglichkeit, grünen Strom von einem Erzeuger mit einem Wind- oder Solarpark zu kaufen. Doch Vorsicht ist geboten: Nicht jeder Anbieter von grünem Strom ist tatsächlich „öko“.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann den Strom an der allgemeinen Strombörse erwerben. Hier ist jedoch nicht gewährleistet, dass es sich um grünen Strom handelt. Daher gibt es die Möglichkeit, Herkunftszertifikate für grünen Strom separat vom Strom zu kaufen. Diese Zertifikate belegen, dass der Strom tatsächlich aus erneuerbaren Quellen stammt.

Interessant ist auch die Tatsache, dass grüner Strom nicht mehr als „grün“ verkauft werden darf, wenn das dazugehörige Zertifikat bereits gekauft wurde. Dadurch wird sichergestellt, dass die Verbraucher nicht getäuscht werden.

Ein weiteres Kriterium ist die EEG-Umlage. Strom, der durch die EEG-Umlage gefördert wird, darf ebenfalls nicht als Grünstrom verkauft werden. Die EEG-Umlage ist eine Abgabe, die zur Finanzierung der Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verwendet wird.

Besorgniserregend ist zudem, dass rund 90 Prozent der Zertifikate für den verkauften grünen Strom aus dem Ausland stammen. Ein Beispiel hierfür ist Norwegen, ein Land mit einem hohen Anteil an Strom aus Wasserkraftwerken. Dennoch werden dort 60 Prozent grauen Strom verkauft.

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Dies wirft Zweifel am Funktionieren des Zertifikatssystems auf. Einige Unternehmen deklarieren ihren Strom als grün, obwohl sie in Wirklichkeit grauen Strom gekauft haben und die Zertifikate bereits verkauft wurden.

Es liegt an den Verbrauchern, bei der Auswahl ihres Stromanbieters genau hinzuschauen. Denn nur so können wir sicher sein, dass der grüne Strom, den wir kaufen, auch wirklich aus erneuerbaren Quellen stammt und somit einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leistet.

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