April 15, 2024

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Deutschland bringt Gesetzentwurf zur Beschleunigung des Windkraftausbaus auf den Weg

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Deutschland bringt Gesetzentwurf zur Beschleunigung des Windkraftausbaus auf den Weg

Eine Windkraftanlage ist in der süddeutschen Stadt Schonach am 6. Januar 2008 abgebildet. REUTERS/Vincent Kessler (DEUTSCHLAND)

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BERLIN, 8. Juni (Reuters) – Das deutsche Wirtschafts- und Klimaministerium hat am Mittwoch ein Maßnahmenpaket vorgestellt, das darauf abzielt, den Ausbau der Onshore-Windenergieerzeugung zu beschleunigen, da das Land versucht, seine Brennstoffabhängigkeit von russischen Fossilien zu verringern.

Deutschland will bis 2030 80 % seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen decken, mit dem Ziel, die Onshore-Windkraftkapazität auf 115 Gigawatt (GW) zu erhöhen, was der Kapazität von 38 Kernkraftwerken entspricht.

Aber nur rund 0,8 % der Fläche in Deutschland sind derzeit für die Onshore-Windenergie vorgesehen, wovon 0,5 % tatsächlich genutzt werden. Der am Mittwoch vorgestellte Gesetzentwurf zielt darauf ab, diesen Anteil auf 2 % zu erhöhen, indem er einen Mindestanteil an Flächen festlegt, den jedes der 16 Bundesländer für Windparks zur Verfügung stellen muss.

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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck, Mitglied der Grünen, versucht seit seinem Amtsantritt nach den Wahlen im vergangenen Jahr erfolglos, Staaten davon zu überzeugen, freiwillig größere Flächen für Windparks zu vergeben.

Die Zahl der Baugenehmigungen für neue Onshore-Windenergieanlagen ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zu 2021 um 14 % gesunken, wobei der Bundesverband WindEnergie sagt, dass südliche Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg mehr tun könnten.

Nach den vorgeschlagenen neuen Gesetzen muss das südliche Bundesland Bayern bis 2026 1,1 % seiner Fläche stilllegen, bis 2032 auf 1,8 % steigend.

Staaten hätten jedoch die Möglichkeit, Zuteilungen zu handeln, bei denen einer seine Quote überschreiten und ein anderer zu kurz kommen könnte.

Droht ein Staat, seine Quoten zu verfehlen, werden Regelungen ausgesetzt, die vorschreiben, dass Windparks in einem bestimmten Abstand zu Wohngebieten errichtet werden müssen.

Das Gesetz, das nächste Woche vom Bundeskabinett verabschiedet werden soll, fordert auch eine Lockerung der Artenschutzvorschriften, da „der Betrieb von Windkraftanlagen im überwiegenden öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient“, so der Entwurf Text.

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Berichterstattung von Markus Wacket und Riham Alcousaa; herausgegeben von Richard Pullin und Elaine Hardcastle

Unsere Standards: Die Treuhandgrundsätze von Thomson Reuters.

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