August 2, 2021

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Wohin geht es ?: Dax drohen weitere Verluste

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Die wachsende Zahl von Koronarinfektionen und ihre möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft werden den deutschen Aktienmarkt in der neuen Woche weiterhin plagen. Experten gehen davon aus, dass weitere Preisverluste wahrscheinlich sind.

Die Anleger müssen in den kommenden Wochen auf das stürmische Börsenwetter vorbereitet sein. Insgesamt hat sich der Leitindex Dax trotz der jüngsten Rückschläge bisher als recht robust erwiesen. In dieser Hinsicht kann es durchaus sein, dass das Börsenbarometer in den kommenden Handelstagen leicht anzieht. Am Freitag verlor der führende deutsche Index 1 Prozent auf 12.469 Punkte. Auf wöchentlicher Basis gab es ein Minus von 4,9 Prozent.

Dax 12.469,20

“Die Optimisten und Händlerjäger, die immer da waren, als die Preise fielen, halten sich angesichts der angespannten politischen Situation in den USA und einer bevorstehenden zweiten Infektionswelle in diesem Herbst zurück”, sagte Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets. Börsenbeobachter erwarten daher, dass Dax weiterhin um die 12.500-Punkte-Marke schwebt.

“Die zweite Welle der Pandemie macht sich auch an den Finanzmärkten bemerkbar”, sagte Ulrich Kater, Chefökonom der Dekabank. Die Befürchtungen, dass die wirtschaftlichen Zwänge im Herbst wieder zunehmen würden, machten die Marktteilnehmer vorsichtig.

Bitter im Fokus

Nach dem Fachwissen der Landesbank Baden-Württemberg besteht ein dringender Bedarf an einem wachsenden Unternehmensgewinn für eine positive Entwicklung an den Börsen sowie an eine wirtschaftliche Erholung. Es gibt erste Anzeichen dafür, aber spürbare Erhöhungen der Zinsprognosen sind immer noch selten.

Der Börsenbrief “Termin-Börse” von Bernecker verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass Dax mit den jüngsten Anpassungen an den Märkten bisher “eindrucksvoll” zurechtgekommen sei. Experten erwarten Anfang nächster Woche einen möglichen Aufwärtstrend im Leitindex – dann könnten die Preise so weit gefallen sein, dass die Anleger nicht mehr bereit sind, mehr Aktien zu verkaufen.

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Am Montag steht das Debüt der Aktiengesellschaft des Energieunternehmens Siemens Energy im Mittelpunkt. Siemens hat seine Energiesparte beraubt und gibt eine 55-prozentige Mehrheit an die Siemens-Aktionäre weiter. Dies bedeutet, dass die Abspaltung an diesem einen Tag in Dax vertreten ist. Der Industriekonzern strebt für Siemens Energy einen Marktwert von 20 Milliarden Euro an.

Am Freitag berichtete Grenke über sein Neugeschäft. Der Finanzdienstleister und der Leasing-Spezialist stehen derzeit am Scheideweg des Leerverkaufs. Diese verbreiten Anschuldigungen und Bargeld an die Börse, wenn die Aktien fallen.

Der US-Wahlkampf gewinnt an Dynamik

Darüber hinaus könnte die bevorstehende neue Runde der Brexit-Verhandlungen die Preise beeinflussen. Aufgrund des umstrittenen britischen Binnenmarktgesetzes, das Premierminister Boris Johnson Teile des bereits erzielten Scheidungsabkommens untergraben will, werden sie schlecht benachrichtigt. Ohne eine Einigung über die künftigen Beziehungen besteht die Gefahr, dass Großbritannien die EU bis Ende des Jahres auf unordentliche Weise verlässt. Es wäre schlecht für die europäischen Aktienmärkte, aber noch schlimmer für die Briten, warnt Analyst Mobeen Tahir vor dem Fondsanbieter Wisdomtree.

Die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen sind ebenfalls ein Gesprächsthema. In den Umfragen konnte der amtierende Donald Trump sein Defizit auf den demokratischen Herausforderer Joe Biden reduzieren. Das erste Fernsehduell zwischen den beiden Gegnern findet am Dienstagabend statt.

Zahlreiche Finanzdaten stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. Der Höhepunkt sind die US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, die wichtige Signale für die US-Geldpolitik senden könnten. Dies führt zu einem sehr lockeren Kurs, der die Wirtschaft und die Aktienmärkte unterstützt. Der Wirtschaftswissenschaftler der Commerzbank, Christoph Balz, prognostizierte die Schaffung neuer Arbeitsplätze, jedoch mit dem schwächsten Anstieg der aktuellen Erholung. Experten erwarten im September durchschnittlich 875.000 neue Arbeitsplätze. Das ist etwas mehr als halb so viel wie im Vormonat. Die Zahlen des privaten Arbeitsamtes ADP vom Mittwoch geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten. Börsenmakler beobachten auch die US-Ausgaben am Donnerstag genau, da die Konsumausgaben der Eckpfeiler der weltweit größten Volkswirtschaft sind.

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