Januar 21, 2022

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Wie Berlin den Weg für Zero Waste und nachhaltige Lebensmittel ebnet

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Ich lasse Beba zurück und bin ein eingezäunter Streifen der Berliner Mauer vor dem Gelände der ehemaligen Gestapo-Zentrale – heute Gedenkstätte und Museum. Nachdem ich eine große Gruppe von Touristen umkreist habe, tauche ich schließlich am Oranienplatz auf, einem großen, baufälligen Platz, der Ora beherbergt, ein Restaurant und eine Weinbar, die in einem viktorianischen Gebäude untergebracht sind, das einst eine Apotheke beherbergte. Originale Gesimse, dunkelgrüne Lederbänke und Holzschränke gefüllt mit antiken Weingläsern und Zaubertrankflaschen verleihen dem Interieur eine elegante Note. Der in Irland geborene Koch Alan Micks, der sowohl hier als auch im Restaurant im Hotel Michelberger ein paar Kilometer weiter östlich die Küche leitet, sagt mir, dass man in Ora „wenn es passt, lokal einkaufen.“ fühlt sich gut an. Qualität ist wichtig, und das Lokale ist nicht immer das Beste“.

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Vor dem Mittagessen überfliege ich die Speisekarte, ein einzelnes, sauber bedrucktes A4-Blatt mit saisonalen Gerichten und Snacks. Es gibt eine Ostsee-Zander-Crudo-Vorspeise, serviert in schmalen, durchscheinenden Streifen mit verkohlten, eingelegten Gurken und kantigen Shiso-Blättern von Michelbergers eigener Farm. „Bei unserem vegetarischen Essen versuchen wir, es übersaisonal zu halten, und unser Ziel ist es, auf jedem Teller eine Zutat vom Bauernhof zu haben“, sagt Alan. Für meinen Hauptgang sind dies gegrillte und gegrillte Kürbisscheiben, begleitet von Puy-Linsen, deren kombinierte erdige und nussige Süße durch salziges Pecorino, Kürbiskernpesto und eine Handvoll marinierte Pfifferlinge ausgeglichen wird. Durch das Fenster entfaltet sich Kreuzbergs Leben: Auf der anderen Seite des Oranienplatzes findet eine Demonstration statt. Dahinter glitzert die riesige Edelstahlkugel des Berliner Fernsehturms silbern in der Sonne, ihre rot-weißen Antennen zeigen durch Wolkenwirbel.

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An meinem letzten Morgen in der deutschen Hauptstadt frühstücke ich mit Kochbuchautorin und Aktivistin Sophia Hoffmann in der mit Pflanzen und Fliesen gefüllten Isla Coffee Berlin in Neukölln, deren Regale gefüllt sind mit Naturweinflaschen und Bechern aus recyceltem Kaffee. Land. Eine Schlange von Kaffeesuchenden am Sonntagmorgen hat sich bereits aus der Tür geschlichen.

Bei Schüsseln mit hausgemachtem Müsli mit Brombeeren, gebratenen Salbeiblättern und Joghurt diskutieren wir, wie sich der Umgang der Stadt mit Abfall und Lebensmitteln in den letzten Jahren verändert hat. Glaubt Sophia, dass dies alles Teil einer engagierten Bewegung oder eines flüchtigen Trends ist? „Seit ich 2014 mein erstes Buch veröffentlicht habe, hat sich das Gespräch verändert“, sagt sie. “Diese Art des Denkens ist häufiger.” Mit ihrer Geschäftspartnerin Nina Peterson plant Sophia, ein eigenes zertifiziertes Bio-, abfallarmes und sozial nachhaltiges veganes Restaurant zu eröffnen und muss sich nicht mehr beweisen oder ihr Konzept beweisen. „Die Leute verstehen bereits, dass sie weniger tierische Produkte konsumieren sollten“, sagt sie. Und wenn der Rest der pflanzlichen, abfallarmen Berlin-Erlebnisse etwas ist, könnte sie eine Gewinnerin sein.

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