April 10, 2021

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“Unsere Wälder sind krank”, sagt Bundeslandwirtschaftsminister EURACTIV.com

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Der deutsche Landwirtschaftsminister hat am Mittwoch, den 24. Februar, einen beunruhigenden Jahresbericht über den Zustand der deutschen Wälder vorgelegt, in dem erneut die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels auf das Ökosystem hervorgehoben werden. Gleichzeitig ist der Wald aber auch die Lösung des Problems. EURACTIV Deutschland Berichte.

„Wer im Wald spazieren geht, sieht massive Schäden“, sagte Julia Klöckner bei der Präsentation des Zustand des Waldes Bericht 2020.

Nie zuvor sind bis 2020 so viele untersuchte Bäume gestorben, heißt es in dem Bericht. Vier von fünf Bäumen haben verdünnte Kronen, d. H. 79% der Fichten, 80% der Kiefern, 80% der Eichen und sogar 89% der Buchen gelten als beschädigt.

Die Forstwissenschaftlerin Dr. Nicole Wellbrock vom Thünen-Institut, die an der Erstellung des Berichts mitgewirkt hat, bestätigte, dass es allen Baumarten schlecht geht, obwohl sie unterschiedlich auf den Klimawandel reagieren.

Ferner erklärte sie, dass 2020 kein Ausreißer ist, aber die geschädigten Gebiete, die sich entwickelt haben, und die Erschöpfung von Humus und Nährstoffen in Wäldern sind langfristige Trends aufgrund des Klimawandels.

Dürre, Sturm und Schädlingsbefall

“Wir sehen die Folgen der letzten drei Jahre von Dürre, Sturmschäden und Schädlingsbefall durch den Borkenkäfer”, fasste Klöckner die Ursachen zusammen.

“Unsere Wälder sind krank”, sagte sie und fügte hinzu, dass der diesjährige Bericht die schlechteste Umfrage seit 1984 war.

Allein in den letzten drei Jahren müssen rund 277.000 Hektar aufgrund von Schäden aufgeforstet werden. Es ist größer als die gesamte Fläche der Saar. Trotzdem wollte Klöckner nicht über das Absterben des Waldes sprechen, weil es nur ein Teil des Waldes ist und etwas dagegen unternommen wird.

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Mit insgesamt 1,5 Milliarden Euro wollen Bund und Länder Waldbesitzern und Förstern helfen, “Schäden effizient, unkompliziert und schnell zu beseitigen, neue belastbare und standortgerechte Bäume zu pflanzen, mehr Wälder umzuwandeln und sie so besser an den Klimawandel anzupassen . Klöckner erklärte.

Rund 800 Millionen Euro werden aus dem Budget für Agrarstrukturen und Küstenschutz (GAK) stammen und sind für private und kommunale Waldbesitzer zur Wiederaufforstung und Anpassung der Wälder an den Klimawandel bestimmt.

Der Bundestag will die Agroforstfinanzierung Wirklichkeit werden lassen

Der Bundestag muss entscheiden, ob die Agroforstwirtschaft künftig als Landnutzungsform anerkannt wird, wodurch die Praxis im nationalen Strategieplan der Gemeinsamen Agrarpolitik (PAC) der EU förderfähig wäre. EURACTIV Deutschland berichtet.

Nachhaltige Wiederaufforstung als Chance zur Bekämpfung des Klimawandels

Weitere 700 Millionen Euro werden aus einem Konjunkturprogramm des Bundes kommen, mit dem Forstbauern und Forstbetriebe, deren Existenz bedroht ist, die sogenannte Bundeswaldprämie beantragen können.

Diese Waldgebiete müssen jedoch eine Nachhaltigkeitszertifizierung nach PEFC- oder FSC-Programmen haben, erklärte Klöckner. Die Investitionen konzentrieren sich auf den Klimaschutz und sollen zur Stabilisierung der Wälder beitragen, sagt er über die Waldprämie.

Wellbrock lobte die Schritte zur Wiederaufforstung der beschädigten Gebiete. Sie betonte jedoch die Bedeutung der Förderung klimastabiler Wälder. Auf diese Weise könne die Wiederaufforstung als Chance genutzt werden, Wälder in Zukunft klimaresistenter und nachhaltiger zu machen.

Klöckner erwähnte abschließend die Möglichkeit von Agroforstsystemen als Mittel zur Bekämpfung des Klimawandels. Daher sollte seiner Meinung nach die Unterstützung dieser gemischten Form der Land- und Forstwirtschaft auch Teil der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU sein.

Erst kürzlich hat der Bundestag beschlossen, Agroforstsysteme in Deutschland zuzulassen. Das Landwirtschaftsministerium und Klöckner hatten sich bereits jahrelang gegen die Idee ausgesprochen.

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[Edited by Zoran Radosavljevic]

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