Juni 19, 2021

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Trotz Krise in der Lufthansa-Tochter: Schweizer Führungskräfte gönnen sich Boni – Wirtschaft

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Es ist die schlimmste Krise in der Luftfahrtindustrie: Tausende verlieren ihren Arbeitsplatz, Zehntausende arbeiten kurzfristig, die meisten Flugzeuge sind vor Ort. Immer noch…

Die Führer der Lufthansa-Tochter Swiss haben sich riesige Boni gegeben – weil 2019 noch so gut gelaufen ist.

Es berichtete die Schweizer Nachrichtenseite “20 Minuten”.

Infolgedessen haben drei Mitglieder der Geschäftsleitung das Geld ausgezahlt (in bisher unbekannter Höhe) – bisher werden sie in diesem Jahr auf Sonderzahlungen oder Gehaltserhöhungen verzichten.

Das Verfahren bekommt auch einen bitteren Nachgeschmack, weil die Muttergesellschaft Lufthansa kurz nach der Zahlung einen Feuerbrief an die Mitarbeiter schickte. Zusätzlich zum Flug soll die Verwaltung im Winter wieder massiv geschlossen werden, um die Kosten zu senken.

“Nach einem Sommer, der uns allen Grund zur Hoffnung gab, befinden wir uns jetzt wieder in einer Situation, die hinsichtlich ihrer Auswirkungen einer Sperrung entspricht”, heißt es in einer Erklärung der Unternehmensleitung. “Es ist daher wichtig, den Geschäftsbetrieb im Winter 2020/21 noch weiter zu schließen und ab Mitte Dezember so viele Gebiete wie möglich in den ‘Wintermodus’ zu versetzen.”

Mit einer halben Million Euro verliert die Airline-Gruppe nur halb so viel Geld pro Stunde wie zu Beginn der Krise. “An dem Drama der Situation hat sich nichts geändert”, schrieben CEO Carsten Spohr und seine Kollegen zu Beginn des Winterfluges an die Mitarbeiter.

Letzte Woche gab Lufthansa bekannt, dass sie maximal 25 Prozent der Flugkapazität des Vorjahres anstelle der ursprünglich geplanten 50 Prozent anbieten werde. Denn mit zunehmender Anzahl von Infektionen in Europa und Amerika, die zu Reisebeschränkungen und der Verpflichtung zur Quarantäne führen, bricht die Nachfrage wieder ein.

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Die Hauptfluggesellschaft Lufthansa und ihre Schwesterunternehmen Eurowings, Swiss, Austrian und Brussels Airlines werden daher 125 Flugzeuge, die im Winter starten sollten, wieder stilllegen. Das Management schätzt, dass die Zahl der Passagiere mehr als 80 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen wird.

Ein großer Teil des Verwaltungspersonals wird bis Ende Februar entsprechend dem Frühjahr an maximaler Kurzzeitarbeit arbeiten, heißt es in dem Schreiben. Der Hauptsitz der Lufthansa LAC am Frankfurter Flughafen wird mit Ausnahme einiger weniger Arbeitsplätze geschlossen, andere Büros werden angemietet. Alle Büroflächen müssen auf 30 Prozent reduziert werden.

▶ ︎ Außerdem: Der scheidende Schweizer Chef Thomas Klühr wird zunächst auf seinen Bonus verzichten – zumindest bis die Gruppe den Krisenkredit an die Bundesregierung zurückgezahlt hat.

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