November 30, 2021

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Sogar Merkel meldet sich zu Wort und drängt den Bayern-Star zum Umdenken

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Diese Woche erklärte Joshua Kimmich vom FC Bayern München seine Entscheidung, nicht geimpft zu bleiben, im deutschen Fernsehen und löste damit eine bundesweite Debatte aus. Sogar Angela Merkel hat eine Erklärung abgegeben.

Am Samstag, 23. Oktober, besiegte der FC Bayern München am 9. Bundesliga-Spieltag Hoffenheim mit 4:0. Nach dem Schlusspfiff wurde einer der Bayern-Spieler zu einigen Fernsehlampen und Mikrofonen geführt. Business as usual, wieder. Aber Art, Länge und Inhalt des Interviews zwischen Sky TV-Sportjournalist Patrick Wasserzieher und dem deutschen Mittelfeldspieler Joshua Kimmich waren alles andere als üblich.

Zur Untermauerung gab es einen Tag zuvor die Nachricht, dass der 26-Jährige einer von fünf Bayern-Spielern ist, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Die Geschichte von BILD, einer deutschen Boulevardzeitung, bezeichnete Kimmich als einzigen namentlich genannten Spieler.

Diese Nachricht hat viele in Deutschland schockiert, weil Kimmich und sein Teamkollege Leon Goretzka im vergangenen Jahr für positive Schlagzeilen zur Gründung von WeKickCorona im April 2020 gesorgt hatten, einer philanthropischen Initiative, die Basisbemühungen im Kampf gegen die Pandemie in Deutschland unterstützt. Kimmich und Goretzka spendeten jeweils 500.000 Euro (578.000 US-Dollar).

Auf der Website von WeKickCorona riefen die beiden Spieler zur Solidarität einzelner Personen auf, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Zu den Gründen, die die Sportler finanziell unterstützten, gehörte eine UNICEF-Aktion zur Impfung von Menschen in Entwicklungsländern.

Ungeimpfte Kimmich im TV-Interview befragt

Nun zurück zu diesem TV-Interview. Im Verlauf von 6 Minuten und 11 Fragen zum Thema Impfstatus in einem Interview nach dem Spiel hat Kimmich große Anstrengungen unternommen, um hervorzuheben, dass er kein Covid-19-Leugner ist oder gegen die öffentlichen Hygienevorschriften verstößt. Im Gegenteil, er wolle ein “Langzeitstudium” abwarten, bis dahin werde er “alle zwei, drei Tage” getestet, bezahlt von seinem Arbeitgeber Bayern München.

Weniger als eine Woche später trat Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung, eine hochkarätige deutsche Zeitung, sah sich gezwungen, die deutsche Staatschefin zu fragen, was sie von der Gesundheitsentscheidung einer 26-jährigen Sportlerin hält. “Vielleicht wird Joshua Kimmich darüber nachdenken und überdenken. Schließlich ist er als sehr selbstreflexiver Spieler bekannt”, sagte Merkel.

Auf Kimmichs Argument, er wolle auf ein weiteres Langzeitstudium warten, antwortet die studierte Physikerin: “Es gibt sehr gute sachliche Argumente für seine Fragen und Zweifel, die allgemein verfügbar sind.”

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