Oktober 25, 2021

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Schach im Film: Kola Kwariani – Wrestler, Schachspieler, Schauspieler

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Mit Filmen wie Dr. Strangelove, 2001 – Eine Weltraum-Odyssee, Uhrwerk Orange, Barry Lyndon, Vollmetalljacke und Augen weit geschlossen Kubrick schrieb die Geschichte des Kinos. Aber sein erster Film, wie er selbst sagte, war “ernst” Die Schlachtung ab 1956.

Kubrick, geboren am 26. Juli 1928 in New York, war ebenfalls ein begeisterter Schachspieler. Als junger Mann wurde er häufig in die “Academy of Chess and Checkers”, das sogenannte “Flea House”, eingeladen. Hier kommen Besucher aus allen Lebensbereichen, darunter Prominente wie Marcel Duchamp oder Harold Schonberg, New Yorker Musikkritiker und Autor des Buches Großmeister des Schachs, kamen zusammen, um Scrabble, Bridge, Backgammon, aber vor allem Schach, bis in die frühen Morgenstunden zu spielen. Manchmal für wenig, oft für viel Geld. In einem Hinterzimmer organisierte der Besitzer manchmal ein Pokerspiel – ein Verstoß gegen die Glücksspielgesetze des Tages.

Im Die SchlachtungKubrick erinnerte sich an seine Besuche im Flea House und gab einer regulären “Akademie” eine kleine Rolle: der professionellen Wrestlerin Kola Kwariani. Kwariani wurde am 16. Januar 1903 in Georgia geboren und gewann zahlreiche Wrestling-Titel in Europa. Später zog er nach New York City, wo er sein Geld mit Ausstellungskämpfen und als Trainer verdiente. Er wog 130 Kilogramm und andere Gäste im Flea House behaupteten, er könne fünf bis sechs Tage lang Blitz spielen, ohne zu schlafen.

William Hook, ein New Yorker, der später als Mitglied einer der Britischen Jungferninseln eine rekordverdächtige Schacholympiade wurde, war viele Jahre lang Stammgast im Flea House. In seiner Autobiographie schrieb er über Kwariani:

“”[He] war ein professioneller Wrestler mit Blumenkohlohren […] bekannt als “Kak-Kak”. Er kam gegen 23 Uhr aus dem nahe gelegenen Madison Square Garden an, frisch geduscht, aber normalerweise mit kleinen Schnitten und blauen Flecken von seinen Spielen. Natürlich hatte dieser riesige Mann eine entmutigende Wirkung auf die Menschen, aber er war anscheinend von Natur aus sanftmütig. Während eines Spiels jedoch […] Seine tiefe Stimme hallte plötzlich in einer unverständlichen Sprache zu seinem Gegner wider, und alle Köpfe verdrehten sich vor Besorgnis. “(Bill Hook, Süchtig nach Schach, Neu im Schach 2008, p. 24).

In Kubricks Film spielt Kwariani einen Wrestler namens Maurice Obhoukoff. In einem philosophischen Gespräch verspricht der Berufsverbrecher Johnny Clay (Sterling Hayden) Obhoukoff 2.500 US-Dollar, wenn der Wrestler einen Kneipenkampf auslöst.

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Ziel der Schlägerei ist es, die Polizei und die Sicherheitskräfte davon abzulenken, Clay die Zeit und Gelegenheit zu geben, den Wetterlös auf einer Rennstrecke zu stehlen. Obhoukoff stimmt zu und so bekommt Kwariani einen Auftritt, bei dem er seine Wrestling-Fähigkeiten während der langen Schlägerei unter Beweis stellen kann.

Kwariani starb 1980 im Alter von 77 Jahren. Er wurde von einer Gruppe junger Leute erstochen, die ihn nach einem Streit vor dem Flohhaus angriffen. Kwariani wurde schwer verletzt und starb in einem Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Verbindungen

Zu Kubrick als Schachspieler siehe auch Adam Feinstein, “Moves and Movies: Stanley Kubrick The Chess Fanatic”, Neu im Schachmagazin (4/2014), S. 58-66.

Eine deutsche Version dieses Artikels erschien zuerst in Karl 03/2015.

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