Januar 20, 2022

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Russischer Regisseur darf zu Proben nach Deutschland reisen

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Ein russischer Theater- und Filmregisseur, der von einem russischen Gericht mit einem Reiseverbot konfrontiert wird, kommt unerwartet in Hamburg zu einer Bühnenprobe an, um seine Kollegen zu schockieren.

Kirill Cerebrennikov arbeitete zuletzt am Talia Theater in Hamburg für direkte Proben für eine Produktion von Anton Tschechows Der schwarze Mönch.

Cerebrennikov ist seit vier Jahren von russischen Gerichten mit einem strikten Reiseverbot belegt, nachdem er des Finanzbetrugs für schuldig befunden wurde. Kritiker sagen, das Verfahren gegen ihn sei politisch motiviert und ziele darauf ab, andere Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin zu unterdrücken.

Trotz des von russischen Gerichten angeordneten Reiseverbots baut Cerebrennikov weiterhin außerhalb Russlands mit Remote-Videokonferenztechnologie.

Cerebrennikov gilt als eine der mutigsten und innovativsten Kräfte der modernen russischen Kunst im Gegensatz zu den dortigen Kulturkonservativen. Er kritisierte auch öffentlich die Politik der russischen Regierung.

Bei seinem Prozess, Er schlug vor, dass die Sicherheitskräfte hinter seiner Anklage und der “Kultur der Loyalität” innerhalb des russischen Kulturministeriums stehen.

Cerebrennikov ist laut einer Mitteilung des Talia-Theaters in Hamburg am 8. Januar am Hamburg International Airport angekommen.

In der Erklärung wird Cerebrennikov mit den Worten zitiert, er sei “sehr glücklich und glücklich, die erste europäische Stadt in Hamburg zu sein” und durfte dort nach vier Jahren wieder arbeiten.

Talias Art Director Joachim Lux sagte, Cerebrennikovs Rückkehr sei “ein Ansporn für die Idee der Freiheit und ein Ansporn für die Kunst”.

Am 8. November begannen in Moskau die internationalen Produktionsproben mit russischen, deutschen, amerikanischen, armenischen und lettischen Schauspielern.

Die Proben werden ab dem 4. Januar in Hamburg fortgesetzt, wo die Premiere der Produktion für den 22. Januar geplant ist.

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Mit DPA-Berichten

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