September 20, 2021

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“Im Durchschnitt zwei Grad zu heiß”: Berlins Herbst kann den trockenen Sommer – Berlin nicht ausgleichen

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Der meteorologische Winter könnte dieses Jahr mit ein paar nassen Schneeflocken direkt am Tag der Auszeichnung beginnen. Der Herbst bleibt bis zum vierten Advent im Kalender, aber meteorologisch endete er am ersten.

Und obwohl es sich nicht so anfühlte, war es schon wieder zu heiß: 11,1 Grad Celsius im Durchschnitt der letzten drei Monate – einschließlich Tage und Nächte – bedeuten den vierten Platz in der Datenreihe von Potsdamer Brauhausberg, die bis ins Jahr 1893 zurückreicht und es zum ältesten macht in der Region.

“Der Herbst war im Durchschnitt zwei Grad zu heiß”, sagt Jörg Riemann, Wetterdirektor der Wettermanufaktur in Tempelhof. “In den Jahren 1982, 2006 und 2014 war es nur wärmer.”

Der September machte sich insbesondere durch zwei völlig trockene Wochen hintereinander sowie einen fast 32 Grad heißen Tag in der Mitte des Monats bemerkbar. Der Oktober hingegen war dieses Jahr nicht golden und tagsüber oft frisch, aber aufgrund der wolkigen und entsprechend milden Nächte im Allgemeinen immer noch etwas zu heiß.

Der November begann an der seit 1908 bestehenden Messstation in Berlin-Dahlem mit einem monatlichen Rekord von 20,5 Grad am zweiten Tag. In Potsdam war es an diesem Tag knapp ein Grad kälter – und die noch älteren Messreihen, die im November 1899 sogar 21,5 Grad aufzeichneten. “Es ist interessant, dass so etwas schon einmal passiert ist”, sagt der Meteorologe Jörg Riemann, der mit dabei ist klare Zuschreibungen. Wie eng Wetterextreme mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel verbunden sind, hält immer zurück.

Es gibt keine 40 großen Eimer Wasser pro. Quadratmeter

Am Ende des dritten Dürrejahres in Folge ist die Niederschlagsbilanz noch wichtiger. Obwohl der September etwas und der Oktober deutlich feuchter als der langjährige Durchschnitt war, ist der Herbst im Allgemeinen zu trocken. Denn im November fielen nur 20 statt der üblichen 50 Liter Regen pro. Quadratmeter; seit anfang des monats gab es fast nichts mehr.

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Die Messstation in Potsdam hatte seit Jahresbeginn 474 Liter – das entspricht einem Defizit von 67 Litern in den ersten elf Monaten. “Um das auszugleichen, musste es im Dezember doppelt so viel regnen oder schneien wie sonst”, sagt Riemann.

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Mit dem Rückstand der letzten zwei Jahre summiert sich das Regendefizit nun auf rund 400 Liter pro. Quadratmeter – 40 große Eimer Wasser. Dies entspricht zwei Dritteln eines normalen Jahresziels. “Wir haben keine realistische Chance, dies im nächsten Jahr zu kompensieren”, sagt Riemann in Bezug auf die Statistik: Selbst im feuchtesten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen regnete es nur etwa 250 Liter mehr pro Quadratmeter als gewöhnlich. Das war im Jahr 2017.

Eine interne Sommerbilanz in den Berliner Wasserbetrieben (BWB) ist “ein Rekord von 198 Tagen”, wobei die Berliner Wasserwerke überdurchschnittliche Mengen pumpen. Dies führt dazu, dass die Brunnen schneller altern und „eine Entwicklung verschärft, die durch den steigenden Wasserbedarf einer wachsenden Bevölkerung, klimatische Veränderungen und Einschränkungen bei der Nutzung der Ressource aufgrund von Sulfat, Spurenelementen und Naturschutz gekennzeichnet ist. Einfach ausgedrückt: Mehr Menschen brauchen mehr Wasser, ohne das Grundwasser in diesem Ausmaß und in guter Qualität zu regenerieren. “”

Die Wintersaison ist entscheidend für die Versorgung: Im Sommer wird der Regen fast vollständig von der Vegetation absorbiert und verdunstet.

Jetzt muss das Wetter im Spätherbst und bei feuchter Kälte ausgeglichen werden – ohne Permafrost und starken Regen. “Wie im vergangenen Dezember ist keine auffallende Hitze in Sicht, aber auch kein wirklich spürbares Winterdebüt”, sagt Riemann.

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