Hilfe in der Kronenkrise: Scholz will die Leistungen für kurze Zeit erhöhen

Millionen von Mitarbeitern im ganzen Land arbeiten für kurze Zeit weiter. Um Unternehmen und Mitarbeiter weiterhin von finanziellem Druck zu entlasten, erwägt Bundesfinanzminister Scholz, die Zulage für kurze Zeit für einen längeren Zeitraum zu zahlen.

Um Mitarbeiter in der Corona-Krise zu befreien, will Bundesfinanzminister Olaf Scholz die kurzfristige Zulage länger bezahlen. In einem Interview mit Bild am Sonntag verlängerte der SPD-Politiker die Abonnementlaufzeit auf 24 Monate.

Die Kronenkrise werde in den nächsten Wochen nicht plötzlich verschwinden, sagte Scholz. Deshalb brauchen Unternehmen und Mitarbeiter ein klares Signal der Regierung: “Wir gehen mit Ihnen durch die ganze Krise, damit niemand unnötig auf der Straße gefeuert wird.”

Derzeit sind die Zahlungen in der Regel auf zwölf Monate begrenzt

Gegenwärtig wird das Kurzzeitarbeitsgeld in der Regel für maximal zwölf Monate gezahlt, in einigen Fällen kann dieser Zeitraum verlängert werden. Bereits im Juni plädierten die Bundeswirtschaftsminister für die Zahlung der kurzfristigen Zulage für 24 Monate.

Im März haben Bundesrat und Bundestag kurzfristige Leistungen für die Arbeit in einem dringenden Verfahren beschlossen. Das Bundesamt für Arbeit zahlt 60 Prozent des entgangenen Nettogehalts, wenn ein Unternehmen Mitarbeiter für kurze Zeit zur Arbeit schickt. Für Mitarbeiter mit Kindern sind es 67 Prozent. Darüber hinaus werden die Sozialversicherungsbeiträge vollständig vom Bundesamt für Arbeit gedeckt.

Das Bundesamt für Arbeit warnt vor finanziellen Schwierigkeiten

Nach Angaben des Bundesamtes waren im vergangenen Monat in kurzer Zeit landesweit rund 4,5 Millionen Mitarbeiter beschäftigt. Die Kurzzeitarbeit erreichte im Mai ihren Höhepunkt: Damals waren rund 6,7 Millionen Arbeitnehmer betroffen, wobei die größte Zahl von Kurzzeitarbeitern jemals in Deutschland registriert wurde.

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Das Bundesamt für Arbeit hat bereits mehrfach Alarm geschlagen wegen der hohen finanziellen Belastung durch die Corona-Krise: hohe Kosten für Kurzzeit- und Arbeitslosenunterstützung, Kosten der sozialen Sicherheit, die jetzt von den eigenen Behörden getragen werden. Daher werden die Reserven des Bundesamtes in Höhe von rund 26 Milliarden Euro in diesem Jahr voll ausgeschöpft.




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