Flache Reisewarnung für nur 160 Länder bis Ende September

Aktualisiert am 9. September 2020, 13:32 Uhr

Bisher gilt eine allgemeine Reisewarnung für mehr als 80 Prozent der Länder der Welt. Dies wird am Ende des Monats storniert. In Zukunft wird es eine individuelle Bewertung geben – wie dies derzeit für europäische Länder der Fall ist.

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Die feste Rate Reisewarnung Für fast alle 160 Nicht-EU-Länder und den grenzenlosen Schengen-Raum endet der 30. September. Ab dem 1. Oktober wird es nach einem Beschluss des Bundeskabinetts auf die Situation in den einzelnen Bundesländern zugeschnittene Bewertungen geben, wie die deutsche Presseagentur am Mittwoch aus Regierungskreisen erfahren hat.

Ein Sprecher des Bundesministeriums für auswärtige Angelegenheiten sagte, dass sich die Reisefähigkeit nicht geringfügig ändern werde. Es wird jedoch ein differenziertes System eingeführt. Es ist wahrscheinlich, dass die Reisewarnung weiterhin für Länder gilt, die als Risikobereiche gelten.

In jüngster Zeit wurde die Pauschalverlängerung vor allem von der Tourismusbranche kritisiert. Der DRV-Reiseverband hatte nach früheren Entscheidungen von einem “falschen Signal” gesprochen.

Reisewarnung: Kein Verbot, aber abschreckend

Die Hauptkritik ist, dass die Reisewarnung bisher auf mehr als 80 Prozent der Länder der Welt anwendbar war. Die Reisewarnung wird unabhängig davon ausgegeben, ob ein Land als Risikobereich eingestuft ist. Nur in Europa wurde die Situation bisher anders behandelt.

Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Es hat jedoch auch eine positive Seite für die Verbraucher: Reisende können Reservierungen kostenlos stornieren.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) kündigte am 17. März eine beispiellose Maßnahme aufgrund der wachsenden Zahl von Herzinfektionen an: Eine Warnung vor Touristenreisen in alle rund 200 Länder der Welt.

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Erst im Juni – kurz vor Beginn der Hauptferienzeit – wurden die Länder der Europäischen Union, der grenzenlose Schengen-Raum sowie das Vereinigte Königreich, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikan ausgeschlossen. (dpa / dh)

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