März 6, 2021

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Europa stark von extremen Wetterbedingungen betroffen, zeigt der neue Klimarisikoindex – EURACTIV.com

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Pünktlich zum Virtual Climate Adaptation Summit (CAS2021) veröffentlichte der in Berlin ansässige Think Tank Germanwatch seinen diesjährigen Klimarisikoindex. Der globale Süden leidet tendenziell mehr unter extremen Wetterbedingungen als der Norden, aber Deutschland gehört in den letzten 20 Jahren auch zu den 20 am stärksten betroffenen Ländern der Welt. EURACTIV Deutschland Berichte.

Während CAS2021 (25.-26. Januar) zwei Tage lang darüber diskutierte, wie die Weltwirtschaft und das globale gesellschaftliche Leben an den Klimawandel angepasst werden können, zeigt der Klimarisikoindex, wo die Menschheit bereits gescheitert ist. Der Index von Germanwatch untersucht Todesfälle und Sachschäden, die durch extreme Wetterbedingungen in den letzten 20 Jahren (2000-2019) verursacht wurden.

Im Jahr 2019 führten Mosambik und Simbabwe das negative Ranking an. Beide wurden von Cyclone Idai, dem bislang verheerendsten Zyklon im westlichen Indischen Ozean, schwer getroffen. Zusammen mit Malawi haben die drei ostafrikanischen Länder insgesamt über 1.100 Todesfälle und Verluste von über 7 Milliarden US-Dollar verzeichnet.

Puerto Rico, Myanmar und Haiti haben laut Langzeitindex die größten wetterbedingten Verluste in den letzten 20 Jahren erlitten. Auch Deutschland steht auf dieser Liste überraschend weit oben. Mit mehr als 10.700 Todesfällen, zum Beispiel durch Hitzewellen, und wirtschaftlichen Verlusten von rund 3,5 Milliarden Euro pro Jahr belegt Deutschland weltweit den 18. Platz.

Besonders betroffen sind Menschen in Entwicklungsländern

Insgesamt starben zwischen 2000 und 2019 mehr als 475.000 Menschen als direkte Folge von mehr als 11.000 extremen Wetterereignissen. Der wirtschaftliche Schaden belief sich auf mehr als 2.000 Milliarden Euro.

Laut Germanwatch weist der aus dem Datensatz beobachtbare Trend darauf hin, dass „insbesondere Menschen in Entwicklungsländern unter den Folgen extremer Wetterereignisse gelitten haben“. Im Jahr 2019 verursachten schwere Wirbelstürme und die daraus resultierenden Überschwemmungen und Erdrutsche insbesondere große Schäden, heißt es in dem Bericht.

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Dieser Trend stimmt mit dem Stand der Klimawissenschaft überein. Mit jedem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um ein Zehntel Grad steigt auch die Anzahl schwerer tropischer Wirbelstürme, wie der Klimarisikoindex angibt.

Vera Künzel, eine der Autoren des Germanwatch-Index, fordert eine stärkere Politik für Klimaresilienz aufgrund der besonders prekären Situation in Ländern wie Haiti, den Philippinen oder Pakistan, in denen sich die Menschen nur schwer von extremen Wetterbedingungen erholen können.

„Internationale politische Prozesse müssen einerseits zur Bereitstellung technischer und finanzieller Unterstützung führen, damit sich diese Länder besser an die Folgen der Klimakrise anpassen können. Andererseits müssen sie aber auch erkennen, dass diese Anpassung nur teilweise möglich ist “, sagte sie.

Unterstützung für die Betroffenen

In Bezug auf CAS2021 fügte sie hinzu: “Daher sollten diejenigen, die über Klimaanpassung sprechen, auch bereit sein, über das Management der Schäden und Verluste zu sprechen, die nicht vermieden werden können, und die Frage beantworten, wie die am stärksten Betroffenen dabei unterstützt werden.”

Die Autoren des diesjährigen Klimarisikoindex stellen außerdem fest, dass der internationale klimapolitische Prozess im Jahr 2020 stagnierte: „In der Diskussion über das Ziel einer langfristigen Finanzierung und einer angemessenen Unterstützung für Anpassung sowie Schäden und Verluste mussten Anträge auf Fortschritte verschoben werden 2021. und 2022. “

Die Autoren müssen darauf bestehen, dass die betroffenen Länder unverzüglich unterstützt und unterstützt werden. Darüber hinaus müssen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umgesetzt werden.

Auf der CAS2021 kündigten der US-Klimabeauftragte John Kerry und der chinesische Vizepremier Han Zheng, Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron umfangreiche Mittel für die Klimaanpassung an.

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Macron hat insgesamt 2 Mrd. EUR zugesagt, während Merkel den bisherigen Beitrag Deutschlands zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern von 50 Mio. EUR auf 170 Mio. EUR erhöht hat. Weitere 100 Mio. EUR sind für einen Klimaanpassungsfonds für die am wenigsten entwickelten Länder vorgesehen.

[Edited by Frédéric Simon]

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