Duvenstedter Brook: Erleben Sie Hirsch und Natur in Hamburg | NDR.de – Guide – Reisen

Status: 02.11.2020 10:16

Moos, Wald, Heidekraut und Bäche: Duvenstedter Brooks ist vielfältig und vor allem artenreich. Der Hirschpfad im Herbst ist ein besonderes Erlebnis.

Das Naturschutzgebiet an der nördlichsten Spitze der Hanse an der Grenze zu Schleswig-Holstein beherbergt Hunderte verschiedener Tierarten und Pflanzen. Einige sind an Rote Liste der gefährdeten Arten, wie der Corncrake oder der gefleckte Zaun. Besucher von Brook können auf markierten Wegen eine Entdeckungsreise unternehmen.

Rotwild versammeln sich im Herbst für die Spur

Einige der stärksten Hirsche Deutschlands leben in Duvenstedter Brook.

Im Herbst zieht Brook mit einem besonderen natürlichen Anblick an. In den Monaten September und Oktober versammeln sich dort Rotwild für den Weg. Hauptsächlich in der Dämmerung und in der Nacht kämpfen die Tiere mit dem beeindruckenden Geweih um ihre Rivalität mit den Weibchen auf Wiesen.

Das Brüllen der Hirsche ist auch in der Ferne zu hören, aber die Tiere zu sehen, ist eine Frage des Glücks. Naturliebhaber sollten auch darauf vorbereitet sein, dass das Naturschutzgebiet in dieser Zeit besonders viele Besucher hat. Wenn Sie trotzdem kommen, sollten Sie auf jeden Fall die Regeln befolgen. Picknicken ist verboten, ebenso wie das Sammeln von Pilzen oder das Betreten des Schutzgebiets abseits der ausgetretenen Pfade. Darüber hinaus sollten Besucher Nachtausflüge zum Bach vermeiden, da die Tierwelt Ruhe braucht.

Heimat vieler seltener Tiere

Neben Damwild und Rotwild leben im Naturschutzgebiet auch Dachs und Wildschweine sowie Amphibien, Reptilien, Schmetterlinge und Libellen. Dort brüten etwas mehr als 100 Vogelarten, darunter verschiedene Greifvögel, Oriolen und Eisfischer. Einer der beeindruckendsten ist der Kran. Die Vögel bauen seit den 1980er Jahren Nester in Duvenstedter Brook wieder auf. Sie können besonders gut während der Werbung im Frühjahr beobachtet werden.

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Bruchwald gab dem Gebiet seinen Namen

Typisch für Brook sind die Sumpfwälder. In diesen Feuchtgebieten, die sich meist in Depressionen oder an Flüssen befinden, sind die Bäume die meiste Zeit des Jahres im Wasser. Die Sumpfwälder sind auch der Namensgeber des Naturschutzgebietes – Bach ist ein altes Wort für Pause.

Verpassen Sie nicht: Ausstellung im Brook House

Die erste Anlaufstelle ist das Brook House am Eingang zum Naturschutzgebiet am Duvenstedter Triftweg. Hier können Besucher Informationen und Broschüren erhalten, Ausweisbücher kaufen, eine Pause einlegen oder eine kleine Ausstellung besuchen. Die kostenlose Show ist sehr attraktiv gestaltet und bietet klare und interaktive Informationen über die Flora und Fauna des Naturschutzgebiets – ideale Vorbereitung für eine Reise. Es gibt auch regelmäßige Führungen durch Brook by Brook House.

Fluglärm stört manchmal die Idylle

Duvenstedter Brook ist ein wunderschönes Stück Natur, das Sie leider nicht immer völlig ungestört genießen können und nicht nur wegen der manchmal sehr vielen Besucher. Das Gebiet befindet sich im Eingangsbereich des Hamburger Flughafens. Je nach Wind und Tageszeit können die Flugzeuge alle paar Minuten über den Bach fliegen. Im Gegensatz zu einigen Besuchern, die entgegen den Regeln durch Bäche abseits der ausgetretenen Pfade laufen, fühlen sich die Tiere laut NABU nicht durch Fluglärm gestört. Es ist nicht bekannt, ob Umweltverschmutzung vorliegt, z. Aus Erdöl, da dies nicht gemessen wird.

Mehr Info

Ein brüllendes Reh. © NDR Foto: Detlef Meier aus Ducherow

Rotwild sind beeindruckend und eine der größten einheimischen Wildtiere. Meistens meiden sie Menschen, sind aber während der Streckensaison im Herbst leicht zu sehen. Mehr

Karte: Hier befindet sich Duvenstedter Brook

Dieses Thema im Programm:

Hamburger Zeitschrift | 26/10/2020 | 19:30

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