Juli 6, 2022

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Die Produktionspreise stiegen im Mai um 33,6 Prozent

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Im Mai erhöhten die deutschen Hersteller infolge des Krieges in der Ukraine ihre Preise erneut in Rekordgeschwindigkeit. Die Produktionspreise stiegen um durchschnittlich 33,6 Prozent. „Das ist der höchste jährliche Anstieg seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949“, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. „Das bedeutet, dass die kommerziellen Produktionspreise ab Dezember 2021 jeden Monat einen neuen Rekordanstieg verzeichnen werden.“ Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem unveränderten Wert von 33,5 Prozent gerechnet. Allein von April auf Mai stiegen die Produktionspreise um 1,6 Prozent.

Diese gelten als Vorläufer der Entwicklung einer allgemeinen Inflation. In der Statistik werden Preise ab Werk erfasst – noch bevor die Produkte weiterverarbeitet oder verkauft werden. Gegenwärtig liegt die Inflation um 7,9 Prozent höher als im Winter 1973/1974.

„Bisher haben die Unternehmen den enormen Anstieg der Produktpreise nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben“, sagt Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. Deshalb dürfte die Basisdynamik der Verbraucherpreise auf einem sehr niedrigen Niveau bleiben, vielleicht etwas höher, erwartet er.

Hauptgrund für den Anstieg der Produktionspreise sind die deutlich gestiegenen Energiekosten seit Beginn der russischen Besetzung der Ukraine am 24. Februar. Hier liegt der Produktionspreis mit dem Anstieg des Erdgases um 87,1 Prozent höher als im Mai 2021. 148,1 Prozent des Preises. Kraftwerke trugen 241,2 Prozent mehr zum Erdgas bei, industrielle Verbraucher 210,7 Prozent und Einzelhändler 168,3 Prozent mehr. Die Preise für Mineralölprodukte lagen um 55,8 Prozent über dem Vorjahr. Leichtes Heizöl ist fast doppelt so teuer, Kraftstoffe sind 49,4 Prozent teurer.

Auch die Preise für Vorleistungsgüter, insbesondere Metalle, Düngemittel, Futtermittel, Industriegase und Verpackungsmaterialien aus Holz, stiegen stark an. Lebensmittelpreise stiegen um 19,2 Prozent. Stark gestiegen sind die Preise für Butter (+80,2 Prozent), unraffinierte Pflanzenöle (+68,4), Rindfleisch (+42,9), Kaffee (+33,6), Milch und Molkereiprodukte (+24,1).

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Foto von Ehud Newhas

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