Oktober 17, 2021

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Die Grünen richten sich gegen gescheiterte Asylbewerber, die ihre Identität nicht nachweisen können

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Die Grünen fordern die Regierung auf, ein im Jahr 2020 eingeführtes Gesetz zur Stärkung der Zwangsrückführung nicht identifizierter Asylbewerber abzuschaffen. Das als “Duldung Light” bekannte Gesetz verhindert, dass Menschen arbeiten, wenn sie ihre Identität nicht nachweisen.

Die deutsche Grüne Partei forderte diese Woche die Aufhebung des im April 2020 in Kraft getretenen Gesetzes “Duldung Light”, das dazu geführt habe, dass einige Migranten zu “Bürgern dritter Klasse” herabgestuft worden seien.

Filiz Polat, Parlamentssprecher der Grünen für Migrationspolitik, sagte der Zeitung Neues Osnabrück Journal (New Osnabrück Newspaper) Am Mittwoch wurde den Menschen das Recht auf Beschäftigung oder Ausbildung verweigert und sie erhielten Sozialhilfeleistungen unterhalb des Existenzminimums.

Darüber hinaus unterliegen Personen mit dem Status “Duldung Light” der Regel “Wohnsitzauflage”, dh sie dürfen einen ausgewiesenen Bereich nicht verlassen. Dies sei “eine bewusste Akzeptanz ihrer prekären sozioökonomischen Situation”, sagte Polat. In verfassungsrechtlicher Hinsicht sei das Gesetz sehr problematisch, sagte er. “Deshalb sollte ‘Duldung Light’ abgeschafft werden.”

“Identität nicht verifiziert”

Das Gesetz, eine Änderung des deutschen Aufenthaltsgesetzes, war Teil eines Politikpakets zur Migration, das Bundesinnenminister Horst Seehofer 2019 eingeführt hatte und das darauf abzielte, die Abschiebung gescheiterter Asylbewerber zu erleichtern.

Dies gilt insbesondere für Ausländer, die Deutschland verlassen müssen, aber nicht abgeschoben werden können, weil ihre Identität nicht überprüft wurde – zum Beispiel, weil sie keinen Pass oder kein Dokument haben. Gleichwertige Identität oder weil sie die Behörden über ihre Identität getäuscht haben oder Staatsangehörigkeit.

Artikel 60b des Gesetzes sieht vor, dass Personen, denen Bescheinigungen ausgestellt wurden, aus denen hervorgeht, dass “Personen, deren Identität nicht überprüft wurde”, “nicht zur Ausübung einer wirtschaftlichen Tätigkeit befugt sind”.

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Tausende von Menschen sind vom Gesetz betroffen Neues Osnabrück Journal Berichte. Zum 31. Januar 2021 hatten 16.084 Personen nach Angaben des Innenministeriums von Polat den Status “Duldung Light” erhalten. Die größten betroffenen Gruppen sind laut der Zeitung Staatsangehörige Nigerias (1.336), Indiens (1.290) und Pakistans (1.164).

Die deutschen Grünen behaupten, dass die Regeln, die bestimmen, wer ein “Duldung-Licht” erhält, “vage” sind und dass ihre Interpretation zu oft einzelnen lokalen oder staatlichen Behörden überlassen wird. “Dies führt zu Rechtsunsicherheit und im schlimmsten Fall zu Willkür”, sagte Polat.

Mit KNA

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