September 27, 2022

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Die Allianz Deutscher Energieverbände fordert ein Geothermie-Ausbaugesetz

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Bundestag, Berlin, Deutschland (Quelle: Hermann / Flickr, Creative Commons)

In einem gemeinsamen Positionspapier forderte eine Koalition von Energieverbänden in Deutschland ein Geothermie-Ausbaugesetz, das den Ausbau der Tiefengeothermie beschleunigen würde.

Eine Koalition von Energieverbänden in Deutschland fordert die Politik auf, ein Geothermie-Ausbaugesetz durchzusetzen, das einen schnellen und schrittweisen Ausbau der tiefen Geothermie ermöglicht. Der Aufruf erfolgte über ein gemeinsames Positionspapier, das im Programm „Wärmeübertragung in urbanen Gebieten mit geothermischer Energie“ veröffentlicht wurde. Positionspapier kann heruntergeladen werden unter Dieser Link.

Die an dem Positionspapier beteiligten Verbände sind der Energieeffizienzverband Wärme, Kälte und KWK eV (AGFW), der Bundesverband Erneuerbare Energien eV (BEE), der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft eV (BDEW) und der Bund Geothermie. Verband eV (BVG) und Verband kommunaler Unternehmen eV (VKU). Die Verbände präsentierten klare Handlungsempfehlungen, um den Ausbau der tiefen Geothermie, die Beschleunigung der Dekarbonisierung der Fernwärme und den Ausbau von Wärmenetzen zu unterstützen.

Die Empfehlungen sind wie folgt zusammengefasst:

Umsetzung des Geothermieentwicklungsgesetzes

  • Verankerung des Grundsatzes, dass die Nutzung der Erdwärme im öffentlichen Interesse liegt und der öffentlichen Sicherheit dient;
  • Sicherstellung von Flächen und Privilegien im Außenbereich;
  • Parallelisierung von Einzelgenehmigungen;
  • Einführung einer verbindlichen Verfahrensfrist für Genehmigungsverfahren;
  • Standardisierung der Akkreditierungsanforderungen;
  • Vereinfachung im UVP- und Naturschutzgesetz

BEW-Förderprogramm

  • Einführung eines Finanzrisikoabsicherungsinstruments;
  • Einbeziehung der Geothermie in die Förderung von Einzelmaßnahmen gemäß BEW;
  • Beschleunigung der Prüfung des Betriebskostenzuschusses bis 2023 gemäß BEW

Zusätzliche Maßnahmen

  • Sammlung von geografischen Informationen;
  • Vereinfachung im Vergaberecht;
  • Verbesserung der Akzeptanz von Geothermieprojekten;
  • Aus- und Weiterbildung von Fachkräften verstärken

„Als wichtige Säule der urbanen Wärmetransformation durch Wärmenetze muss die Geothermie viel schneller und umfassender als bisher ausgebaut werden. Wir brauchen alle Optionen, um die Dekarbonisierung des Wärmesektors bis 2045 zu realisieren. Klar ist auch.“ dass der Schutz des Grundwassers bei Geothermieprojekten immer gewährleistet sein muss“, kommentierte BDEW-Vorstandsvorsitzende Kerstin Andrea.

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„Wir brauchen Geothermie, um unsere Klimaziele zu erreichen und eine sichere und bezahlbare Energieversorgung für uns und zukünftige Generationen zu gewährleisten. Mit ihrer Hilfe können wir große Teile des Nutzwärmebedarfs für Raumheizung und Warmwasser nachhaltig decken. Wenn nicht jetzt, wann ist es dann an der Zeit, das riesige ungenutzte Potenzial der Geothermie zu nutzen“, ergänzt Helge-Yuw Braun, BVG-Präsident und Technischer Leiter des Stadtwerks München.

Auch Bundestagsabgeordnete unterstützten den Aufruf der Verbände. „Zum Ausbau der Geothermie unterstütze ich politische Maßnahmen, die das Entdeckungsrisiko insbesondere für Kommunen reduzieren, das Erkundungsszenario verbessern und natürlich die Geothermie als Option für eine effiziente kommunale Wärmeplanung integrieren.“ sagte Bernhard Herrmann, MdB, Bündnis 90/DIE GRÜNEN.

„Die Energiewende muss auch eine Wärmewende sein. Wir müssen uns von Öl, Gas und Kohle zum Heizen befreien. Dafür brauchen wir elektrische Wärmepumpen – vor allem aber Erdwärme. Geothermie hat vor allem in Bayern großes Potenzial. München ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir dieses Potenzial nutzen können. Allerdings fehlen Daten, das finanzielle Entwicklungsrisiko ist hoch und bürokratische Hürden stehen einer schnellen Expansion entgegen. Hier müssen wir, hier werden wir es schaffen. „Erneuerbare Energien sind nicht nur Wind und Sonne“, sagte Andreas Meltretter, SPD-Bundestagsabgeordneter und Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie.

Quelle: BDEW

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