Dezember 3, 2021

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Deutschland: Wirtschaftsinstitute senken ihre Wachstumsprognosen für 2021 | Nachrichten | DW

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Eine Gruppe führender deutscher Wirtschaftsinstitute hat am Donnerstag die BIP-Wachstumsprognose für Deutschland in diesem Jahr unter Berufung auf die Coronavirus-Pandemie und Probleme mit der globalen Lieferkette auf 2,4 % gesenkt.

Was sagten die Ökonomen?

In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten die fünf Wirtschaftsinstitute DIW, Ifo, IfW, IWH und RWI, die Pandemie präge “noch die wirtschaftliche Lage in Deutschland”.

Ökonomen gehen davon aus, dass die für die Wirtschaft notwendigen “kontaktintensiven Aktivitäten” aufgrund der Pandemie kurzfristig nicht wieder aufgenommen werden können.

Vor allem der Dienstleistungssektor dürfte angesichts des näher rückenden Winters in Deutschland schwächer abschneiden, da Engpässe in der Lieferkette auch die Fertigung „hindern“.

Die Produktionslinien großer deutscher Autokonzerne wie Volkswagen und Opel sind beispielsweise aufgrund einer weltweiten Knappheit von Halbleitern ausgebremst.

Experten hatten zuvor prognostiziert, dass die Wirtschaft in diesem Jahr um 3,7% wachsen würde.

Erholung für 2022 erwartet

Gleichzeitig hoben die Institute die Wachstumsprognose für das nächste Jahr von 3,9% auf 4,8% an. Sie reduzierten auch das Haushaltsdefizit von 4,9 % des BIP auf 2,1 %, die im Jahr 2022 erwartet werden.

Stefan Kooths, Forschungsdirektor am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), sagte, die Wirtschaft werde im ersten Quartal 2022 ihr “Vorkrisenniveau” erreichen.

Die Pandemie könnte die Wirtschaft im nächsten Jahr weniger belasten, prognostizieren Experten.

„Allerdings werden die Herausforderungen des Klimawandels und das absehbar schwächere Wirtschaftswachstum aufgrund einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung die Konsumchancen verringern“, sagte Oliver Holtemöller, Vizepräsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Auch die Inflation ist eine weitere große Herausforderung für die Wirtschaft. Die deutsche Inflation stieg im September um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr, der größte Anstieg seit fast 28 Jahren.

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wd/nm (AFP, Reuters, dpa)

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