November 29, 2022

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Deutschland fordert die Bürger auf, Weihnachtsbeleuchtung aufgrund der Energiekrise zu vermeiden

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Deutschland wird seine Tradition der Weihnachtsbeleuchtung in Städten und Privathaushalten in diesem Jahr aufgrund der Energiekrise abschaffen, sagte eine Umweltgruppe.

„In diesem Winter sollte es selbstverständlich sein, sowohl in Städten als auch in Häusern und Wohnungen auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten“, sagte Jürgen Resch, Geschäftsführer der Umweltaktion Deutschland (DUH), am Montag gegenüber lokalen Medien.

Allein die Weihnachtsbeleuchtung privater Haushalte in Deutschland verbraucht so viel Strom wie eine Stadt mit 400.000 Einwohnern im ganzen Jahr.

Angesichts des russisch-ukrainischen Krieges und der daraus resultierenden Energieknappheit sowie aus Klimaschutzgründen „sollten wir einen Moment innehalten“, sagte Resch.

Die Bundesregierung hat bereits mehrere Energiesparmaßnahmen beschlossen, um Stromausfälle und Gasknappheit im kommenden Winter zu vermeiden.

Maximale Umgebungstemperaturen in öffentlichen Gebäuden und Arbeitsplätzen wurden gesenkt, Wahrzeichen wie das Brandenburger Tor in der Hauptstadt Berlin werden nicht mehr beleuchtet.

Getrieben von steigenden Energiepreisen erreichte die Inflation in Europas größter Volkswirtschaft im August Rekordhöhen von 7,9 %, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte.

Die Energiepreise seien „trotz Hilfsmaßnahmen“ mehr als viermal schneller gestiegen.

Private Haushalte in Deutschland werden gesetzlich nicht verpflichtet, die Raumtemperatur zu senken, Mieter können dies jedoch tun, solange keine Schäden am Gebäude entstehen.

Mietklauseln, die Mindestumgebungstemperaturen erfordern, wurden ausgesetzt.

„Politik, Unternehmen und Verbraucher müssen weiter zusammenarbeiten, um einen Energienotstand in diesem Winter zu vermeiden“, sagte die Bundesregierung bei der Verabschiedung der Maßnahmen und betonte, „jede eingesparte Kilowattstunde ist sinnvoll“.

Obwohl noch keine Regelungen für Deutschlands berühmte Weihnachtsmärkte getroffen werden müssen, hat DUH-Chef Resch vorgeschlagen, dass Gemeinden und Städte nur jeweils einen beleuchteten Baum haben sollten.

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„An dieser Stelle bewusst darauf zu verzichten, Geld zu sparen und sich solidarisch zu zeigen, könnte diese Weihnachtszeit tatsächlich zu einer ganz besonderen Zeit machen.“

Kölns wichtigste Weihnachtsmärkte, die traditionell Millionen von Besuchern aus aller Welt anziehen, haben Pläne angekündigt, die Beleuchtung zu dimmen.

„Ziel ist es, so viel Energie wie möglich einzusparen, um einen Beitrag zur Energiesicherheit zu leisten“, erklärte die Stadt vergangene Woche.

–IANS

ksk/

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