Mai 17, 2022

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Deutsche Fluggesellschaft entschuldigt sich für den Ausschluss jüdischer Passagiere

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Berlin –

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat sich dafür entschuldigt, dass sie sich geweigert hatte, in ein Flugzeug einzusteigen, nachdem sich eine große Gruppe orthodoxer jüdischer Passagiere geweigert hatte, Masken zu tragen.

In einer Erklärung am Dienstagabend sagte Lufthansa, sie bedauere „die Umstände der Entscheidung, notleidende Passagiere von dem Flug auszunehmen, wofür sich Lufthansa aufrichtig entschuldigt“.

Die Fluggesellschaft sagte, sie prüfe, was bei dem Vorfall passiert sei, an dem Passagiere beteiligt waren, die am 4. Mai von New York nach Budapest nach Frankfurt reisten.

Die deutsche Tageszeitung Frankfurt Alzheimer’s Zeitung berichtete, einige Passagiere hätten sich angeblich geweigert, sich an die Maskenpflicht zu halten, und daraufhin hätten Lufthansa-Mitarbeiter alle Passagiere, die optisch als Juden erkennbar waren, daran gehindert, ihren Anschlussflug zu besteigen.

Lokale deutsche Medien berichteten, dass die Besatzung Passagiere mied, die als Juden identifiziert werden konnten, weil sie Schädelkappen trugen oder Seitenschlösser hatten.

„Wir entschuldigen uns dafür, dass wir der größeren Gruppe das Boarding verweigert haben, sondern es stattdessen auf nicht konforme Gäste beschränkt haben“, sagte die Fluggesellschaft.

„Wir tolerieren weder Rassismus, Antisemitismus noch irgendeine Form von Diskriminierung“, fügte sie hinzu.

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Hessen, in dem Frankfurt liegt, verurteilte den Vorfall scharf.

Uve Becker sagte, dass offenbar eine Gruppe von Menschen – aufgrund ihres erkennbaren Glaubens – für etwas verantwortlich sei, das nur einzelne Reisende betreffe.

„Das ist keine diskriminierende oder unbedeutende Angelegenheit. Wir haben allen Grund, uns zu entschuldigen, klar und unmissverständlich Stellung zu der Angelegenheit zu beziehen und die Unternehmensspitze und den Einzelnen dafür verantwortlich zu machen“, sagte Becker der Deutschen Nachrichtenagentur DPA.

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Becker sagte, er spreche gerne mit der Lufthansa über das Thema.

Er fügte hinzu, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen sollte.

Angesichts der Nazi-Vergangenheit des Landes sagte der Rabbi, ein jüdischer Lehrer, der Rabbiner von Berlin und Leiter der örtlichen Chabad-Gemeinde, deutsche Unternehmen sollten sensibel auf möglichen Antisemitismus reagieren.

Die Lehrerin begrüßte den Aufruf von Lufthansa-Chef Carsten Spore, sich für den Vorfall zu entschuldigen.

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