Corona: Söder – “Die zweite Sperre nähert sich, wenn es keinen Schuss gibt”

B.Ayern-Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte vor einer erneuten Schließung in Deutschland. Nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts sagte er auf einer Pressekonferenz in München am Dienstagnachmittag, dass eine Schließung bevorstehe, wenn es keinen Schuss gebe. Das Coronavirus vom Herbst ist nicht schwächer als das von März und April. Daher braucht es eine “ernsthafte Reaktion”.

Söder sagte, es gebe “extrem negative Vorzeichen” in anderen europäischen Ländern. Der CSU-Chef führte als Beispiele Spanien, Frankreich und die Tschechische Republik an. “Wir sind in einer sehr ernsten Situation. Es steht kurz vor dem Kontrollverlust “, sagte Söder. “Wir müssen die Corona bremsen, bevor wir echte Notbremsen machen müssen.”

Es war kurz vor zwölf. Die Pandemie ist beherrschbar, aber nur “wenn wir etwas tun”. Söder forderte daher, dass sich die Regierungschefs der Bundesländer auf ihrer Sitzung am Mittwoch auf gemeinsame Regeln einigen. Es muss überlegt werden, was für ganz Deutschland am besten ist. Die Regeln müssen verbindlich und einheitlich sein – und dann tatsächlich umgesetzt und die Einhaltung kontrolliert werden.

“Maske ist ein Instrument der Freiheit”

Ein Punkt, den Söder als wichtig hervorhob, war die landesweite Forderung nach einer einheitlichen Maske. “Die Maske ist ein Instrument der Freiheit”, sagte er. Der CSU-Politiker lehnte die Idee einer Verlängerung der Weihnachtsferien wegen Corona ab. “Nein”, sagte Söder über einen ähnlichen Vorschlag einzelner EU-Politiker. “Wir sprechen jetzt darüber, wie wir Unterricht gestalten können”, betonte er. Die Zeit ist nicht einfach und wir werden sehen, wie es in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht. Die Schule ist schon anstrengend genug – zumindest ist es nicht an der Zeit, über die Verlängerung der Ferien und die Schaffung “zusätzlicher Dinge” für Unsicherheit zu sprechen.

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Die Ministerpräsidenten der Bundesländer kommen an diesem Mittwoch zum ersten Mal seit sieben Monaten nach Berlin, um mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Corona-Situation zu diskutieren. Die Konferenz werde auf Merkels ausdrücklichen Wunsch als “physisches Präsenzformat” abgehalten, berichtete die Zeitung “Bild”.

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Ein Regierungssprecher bestätigte das Treffen auf Ersuchen der Datenschutzbehörde vor Ort und kündigte an, dass Merkel dann eine Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz Michael Müller (SPD, Berlin) und seinem Stellvertreter, dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, abhalten werde.

Das letzte Treffen vor Ort war bisher am 12. März, als beschlossen wurde, das soziale und wirtschaftliche Leben in Deutschland aufgrund der Corona-Krise zu schließen.

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Die Zeitung “Bild” berichtete, dass Bundeskanzler Helge Braun die Notwendigkeit einer physischen Präsenz in einer Videokonferenz mit den staatlichen Chancen der dramatischen Infektionssituation in Deutschland begründet habe. Laut den Teilnehmern wird Braun in “Bild” als eine offene Debatte zitiert, die “historische Dimensionen” haben könnte.

“Setzt die Weichen, um unter 20.000 Neuinfektionen zu bleiben”

Professor Gerald Haug, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, sagte am Dienstagnachmittag in München, dass die Bundesoberhäupter nun aufgefordert werden, eine “Harmonie” zu finden. Auf dem Gipfel am Mittwoch “würde der Kurs festgelegt, ob wir unter 20.000 Neuinfektionen bleiben können”. Haug verwies auf die Anzahl der bestätigten positiven Tests pro Tag in Deutschland. Am Dienstagmorgen meldete das Robert Koch-Institut innerhalb eines Tages 4.122 Neuinfektionen.

Bei dem Treffen am Mittwoch ging es auch um das umstrittene Unterkunftsverbot für Reisende aus innerdeutschen Koronarrisikogebieten. In den meisten Bundesländern gilt die Regel, dass Menschen aus Regionen mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 können nur innerhalb einer Woche in einem Hotel untergebracht werden, wenn sie einen aktuellen Koronatest mit negativem Ergebnis vorweisen können. Dies wird oft als unverhältnismäßig groß kritisiert, und die Nutzung der Testkapazität wird ebenfalls kritisiert.

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Das Bundesland Brandenburg lehnt laut Handelsblatt eine Lockerung des Unterkunftsverbots für Touristen aus Corona-Risikogebieten ab. Angesichts der rasch zunehmenden Zahl von Neuinfektionen müssen alle Anstrengungen unternommen werden, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, zitierte die Zeitung eine Sprecherin von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Sie erinnerte daher daran, dass es seit Ende Juni ein Unterkunftsverbot in Brandenburg gab. Dieses Verfahren wurde dann zwischen den Bundesländern vereinbart.

Söder besteht bei den Verhandlungen über die Corona-Strategie nicht auf einem Unterkunftsverbot für Reisende aus innerdeutschen “Hotspots”. Die umstrittene Regelung sei ein kleines Problem, sagte der CSU-Politiker. De facto geht es um obligatorische Reisetests. Aber er ist offen für Veränderungen. Der Präsident von Leopoldina, Haug, forderte, das Verbot der Unterbringung zu überdenken und nach den Herbstferien wieder aufzuheben.

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