Corona-Protest: 70 Festnahmen, Sturm im Belgrader Parlament scheitern – Politik im Ausland

Gewalt gegen Hooligan-Gruppen, erneut Einsatz von Tränengas durch die Polizei in Belgrad!

Zum dritten Mal in Folge gab es in der serbischen Hauptstadt Belgrad Unruhen und einen Polizeieinsatz vor dem Parlament. Proteste – größtenteils friedlich – in mehreren serbischen Städten brachen zunächst wegen der Krönungspolitik von Präsident Alexander Vucic aus: Er kündigte ein Verbot an Wochenenden an und musste später in den Ruhestand treten.

“Nieder mit der Polizei”

“Eine Ausgangssperre ist eine repressive Maßnahme, keine epidemiologische”, heißt es in einer Broschüre, die am Freitag in Belgrad verteilt wurde. Der Brief endete mit dem Satz “Nieder mit der Polizei!”

Die Stimmung wird von Nacht zu Nacht aggressiver: Serbische Staatsangehörige mischten sich am Freitag unter Demonstranten. Sie riefen: “Das Kosovo ist das Herz Serbiens!” Gegen 9:30 Uhr änderte sich endlich die Stimmung. Eine Gruppe von etwa 100 Hooligans warf Steine ​​und Feuerwerk auf das Parlament.

Feuerwerkskörper explodieren vor dem serbischen ParlamentFoto: MARKO DJURICA / Reuters

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Vor dem serbischen Parlament explodieren FeuerwerkeFoto: MARKO DJURICA / Reuters

Die Belgrader Polizei ging mit starken Einheiten gegen gewaltbereite Demonstranten vorFoto: Getty Images / Getty Images

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Die Belgrader Polizei setzt starke Einheiten gegen Schläger einFoto: Getty Images / Getty Images

Eine Gruppe junger Männer durchbrach das Metallgeländer vor dem Parlament und betrat das Gebäude. Die Unruhen wurden jedoch von der Polizei erwartet, die sie aus dem Gebäude schob und eine Kette um den Eingang bildete. Die Polizei wurde dann auf Flaschen und Fackeln geworfen.

Die Polizei nahm nach Medienberichten mindestens 70 Randalierer festFoto: Getty Images / Getty Images

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Medienberichten zufolge hat die Polizei mindestens 70 Unruhen festgenommenFoto: Getty Images / Getty Images

Die Zusammenstöße überschatteten den friedlichen Protest gegen die Corona-Politik der serbischen RegierungFoto: MARKO DJURICA / Reuters

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Die Zusammenstöße überschatteten einen friedlichen Protest gegen die Krönungspolitik der serbischen RegierungFoto: MARKO DJURICA / Reuters

Die friedliche Operation, die mehrere Stunden dauerte, wurde von Unruhen überschattet.

Gegen Mitternacht beendete die Polizei den Ansturm mit Fledermäusen und Tränengas. Reporter wurden auch von Unruhen angegriffen. Nach ersten Berichten wurden mindestens 70 Hooligans festgenommen. Mehrere Menschen wurden verletzt, berichtete die Zeitung Blitz.

Präsident Vucic richtet sich zunehmend gegen Nationalisten: Er wird des “Verrats” beschuldigt, weil er nach deutsch-französischer Vermittlung neuen Gesprächen mit dem Kosovo zugestimmt hat. Sie sehen das Kosovo als eine abtrünnige serbische Provinz.

Schade: Serbische Nationalisten nutzten die Kundgebung auch, um die verurteilten Kriegsverbrecher Ratko Mladic und Radovan Karadzic zum 25. Jahrestag des Massakers von Srebrenica zu unterstützen.

Das Massaker gilt als das schlimmste Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg: Gegen Ende des Bosnienkrieges stürmten bosnisch-serbische Milizen die Stadt im Juli 1995 und töteten innerhalb weniger Tage 8.000 muslimische Männer und Jungen. Der frühere bosnisch-serbische Führer Radovan Karadzic und der bosnisch-serbische Militärchef Ratko Mladic wurden vom UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag des Völkermords für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt.

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