September 20, 2021

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Corona: Office Revolution Reverse: Adidas-Chef lehnt Home Office – Finanzen ab

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Wie man gegen den Strom schwimmt …

Adidas-Chef Kasper Rorsted (58) lehnt den Trend des Home Office in Deutschland ab: “Ich glaube nicht an ständige Arbeit zu Hause”, sagte er in einem Interview mit “Welt am Sonntag”. Bedeutet auch: Nach der Corona-Krise sollte wieder mehr Arbeit im Büro erledigt werden!

Denn: Viele Unternehmen möchten, dass ihre Mitarbeiter auch nach der Pandemie von zu Hause aus arbeiten – nicht jedoch Adidas (fast 60.000 Mitarbeiter). Arbeit ist eine “soziale Sache”, erklärte der Führer des Sportartikelgiganten, bei Adidas sei es ein “Mannschaftssport”. Wenn jeder immer zu Hause arbeitet, wird es keine Gemeinschaft geben.

Sein Argument: Die Folgen der Arbeit von zu Hause aus werden “völlig unterschätzt”. Für ihn ist die Frage nicht, ob es möglich ist, von zu Hause aus zu arbeiten, sondern “ob dieses Modell aus menschlicher Sicht sinnvoll ist”.

Laut Adidas durften bereits vor der Krise rund 20 Prozent der Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Zusätzlich zum „Lockdown Light“ wurde die Anzahl der Mitarbeiter in der Zentrale auf ein Minimum reduziert.

Laut Adidas arbeiten laut Rorsted während der Corona-Krise hauptsächlich Vorstandsmitglieder und Manager im Büro. “Wir treffen uns jetzt jeden Tag”, sagte Rorsted. Dies ist eine neue Erfahrung, da diese Mitarbeiter normalerweise sehr viel unterwegs sind. Dies hat auch Nachteile: “Sie müssen darauf achten, die Linien nicht zu verwischen und plötzlich versuchen, die Arbeit eines anderen zu erledigen.”

Paradox: Insbesondere der Sportartikelhersteller profitiert vom Trend des Home Office in Deutschland. “Wer nicht ausgeht, sitzt in der Adilette und den T-Shirts in seinem Heimbüro”, sagte Rorsted im September gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Dort “kleiden sich die Leute viel lockerer als im Büro, sogar in den Banken”.

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Im März fiel die Adidas-Aktie manchmal unter 170 Euro, erholte sich langsam und liegt nun bei 274 Euro. Laut Rorsted lagen die Verkäufe im Juli und August (in Deutschland) über den Vorjahreswerten. Als Dankeschön an seine Mitarbeiter zahlt das Unternehmen nun allen Mitarbeitern einen Corona-Dankesbonus für Weihnachten. Die Prämie kann je nach Kaufkraft des jeweiligen Landes bis zu 1000 Euro betragen.

Der Home-Office-Boom geht weiter

Laut einer Umfrage der vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Initiative “D21” arbeiten derzeit 32 Prozent der Befragten (rund 2.000 Personen) von zu Hause aus. Die Zahl der Mitarbeiter, die von zu Hause oder vom Handy aus arbeiten, hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt!

Für Büroangestellte liegt der Anteil sogar bei 60 Prozent. Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) gab an, dass er auch in Zukunft mindestens die Hälfte seiner Arbeitszeit im Home Office verbringen möchte.

Der größte Vorteil: 63 Prozent der befragten Fachkräfte mit Bürojobs sehen im Home Office eine größere Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

“Mobile Arbeit hilft Unternehmen derzeit dabei, in Form zu bleiben und die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen”, sagte Thomas Jarzombek, Digital Officer beim Bundeswirtschaftsministerium.

Manager scheinen jedoch oft keine Freunde des Home Office zu sein. In der Umfrage sagte nur jeder vierte Manager, dass Mitarbeiter nach der Krise mehr von zu Hause aus arbeiten sollten – und dies entspricht der Position von Adidas …

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