September 20, 2021

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Condor wählt den Airbus A330neo als Ersatz für die Boeing 767

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Nach zähen Verhandlungen entscheidet sich Condor schließlich für ein Flugzeug als Ersatz für die klassische Boeing 767-300ER. Er hat mit dem europäischen Hersteller den Einbau von 16 Airbus A330-900 vereinbart, die zwischen 2022 und 2024 ausgeliefert werden.

Das Unternehmen hat den Austausch seiner 26 Jahre alten Veteranen Boeing 767 wegen mehrerer Komplikationen mehrere Jahre lang verschoben. Zunächst brach 2019 die Muttergesellschaft Thomas Cook zusammen und Condor stand am Abgrund.

Auf der Suche nach neuen Aktionären begann das Unternehmen im Januar 2020 Verhandlungen mit der polnischen Polska Grupa Lotnicza (PGL), die LOT Polish Airlines unterstützt, und ein ähnlicher Auftrag, jedoch von Boeing 787-9, wurde in Erwägung gezogen. Die Coronavirus-Krise führte schließlich dazu, dass PGL und Condor erschüttert wurden.

Die Boeing 767-300ER werden nach 26 Jahren außer Dienst gestellt.

Fast ohne Geld wurde das historische deutsche Urlaubsgeschäft mit Krediten der deutschen Landesregierung unterlegt.

Im Mai 2021 stellte Condor schließlich auf einer Pressekonferenz einen neuen Mehrheitsaktionär vor. Der neue Name lautete die britische Finanzgesellschaft Attestor, die 51 % der Anteile der Fluggesellschaft übernehmen wird.

Attestor wurde vom deutschen Investor Jan-Christoph Peters gegründet, der neben 250 Millionen Euro Eigenkapital 200 Millionen Euro Kapital zur Verfügung stellt, um die Modernisierung der Langstreckenflotte abzuschließen.

Die verbleibenden 49 % der Gesellschaftsanteile wird die SG Luftfahrtgesellschaft im Auftrag von Bund und Ländern halten.

Gestern, 27. Juli, genehmigte die Europäische Kommission die Aufnahme von Attestor als Condor-Investor und gratulierte den beiden Unternehmen zu der Umstrukturierung, die durchgeführt werden soll, um die Fluggesellschaft profitabel zu machen.

„Der Luftverkehr ist besonders von den verschiedenen Reisebeschränkungen betroffen, die zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus erforderlich waren“, sagte Margrethe Vestager, die für Wettbewerbspolitik zuständige Vizepräsidentin der Kommission.

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„Mit den heute genehmigten Maßnahmen kann Deutschland Condor für den direkt durch diese Beschränkungen entstandenen Schaden entschädigen. Gleichzeitig sichert der Restrukturierungsplan von Condor, den wir ebenfalls heute verabschiedet haben, den Weg der Airline in die langfristige Profitabilität“, so Vestager abschließend.

Bild: Kondor

Heute, am 28. Juli, wurde bekannt, dass der Investor es ernst meinte und die Entscheidung getroffen hat, 16 Airbus A330-900 zu bestellen, womit er der erste deutsche Betreiber des Modells und der fünfte in Europa ist.

Die ersten Flugzeuge sollen im Herbst 2022 eintreffen, der Austausch der gesamten Langstreckenflotte soll Mitte 2024 abgeschlossen sein.

Obwohl keine vollständigen Details der Verträge bekannt gegeben wurden, berichteten lokale deutsche Medien, dass neun Flugzeuge durch Leasing übernommen werden.

Durch den Einsatz des neuen Langstreckenflugzeugs senkt Condor nicht nur seine Emissionswerte, sondern auch seine Betriebskosten und verbessert seine ohnehin schon besonders enge Kostenstruktur weiter.

„Mit unserer modernen Langstreckenflotte sind wir künftig untrennbar mit Nachhaltigkeit und Urlaub bei Condor verbunden“, sagt Condor-Chef Ralf Teckentrup.

Außerdem kündigte er an, neue Kabinen in der Business Class, Premium Economy und Economy Class zu präsentieren.

Condor, Airbus und seine Langstreckenflotte

Condor wurde 1955 gegründet, der erste Airbus erhielt 1979 mit der Ankunft der A300B4 als Ersatz für die Boeing 747-200B. Zwischen 1975 und 1994 betrieb sie den Airbus A310-300, den letzten der ersten Generation des von der Fluggesellschaft betriebenen europäischen Herstellers.

Seit den 1990er Jahren wird die Airline von Boeing zugunsten der Boeing 737-300, Boeing 767-300ER und Boeing 757-200 unterstützt. In einer Modernisierungsphase entschied sich die Aktionärsgruppe Thomas Cook jedoch 2004 für die Airbus A320-Familie als Ersatz für die Boeing 757.

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Die A310 waren die letzten Airbus-Großraumflugzeuge, die von Condor betrieben wurden. Bild: Wikimedia Commons / JetPix

Damit kehrte er mit Flugzeugen des europäischen Herstellers zurück. Es behielt jedoch die Boeing 767-300ER für seinen Langstreckenbetrieb.

Thomas Cook beschloss vor dem Zusammenbruch, das Innere der Boeing 767 zu renovieren, um die Lebensdauer des Modells zu verlängern und gleichzeitig über zukünftige Ersatzmaßnahmen zu verhandeln.

Angesichts des kurzlebigen Nachfragewachstums zwischen 2017 und 2019 betrieb das Unternehmen aufgrund der heutigen Ankündigung vier Airbus A330-200 im bemannten Leasing von Air Transat.

Die Bestellung der A330neo bedeutet für die Airline einen großen Kapazitätssprung: Der Airbus bietet bis zu 300 Sitzplätze in drei Klassen gegenüber 245 in der Boeing 767.

Die Ferienfluggesellschaft setzt ihre Flotte von Großraumflugzeugen zu Zielen wie der Dominikanischen Republik, Mexiko, Kuba, den USA, Barbados, Aruba, Kuba, Malediven, Thailand und den Seychellen ein. Es wird aber auch in stark nachgefragten europäischen Zielen wie den Balearen, den Kanarischen Inseln und Griechenland eingesetzt.

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