Bushido als Zeuge gegen Arafat Abou-Chaker: Zwangsheirat mit dem Clan-Chef

Die Beziehung zwischen dem Rapper und dem Kopf des Clans ist kompliziert. Der Präsident hat am Mittwoch viel beurteilt, um sie zu verstehen. Bushido hatte an einem früheren Verhandlungstag von einer Art Zwangsheirat mit Clan-Chef Arafat Abou-Chaker gesprochen. Und darüber, dass Abou-Chaker es als sein Eigentum betrachtete. Richter Martin Mrosk habe jetzt ein paar fragen. “Ich habe Probleme zu verstehen”, sagt er.

Nach eine koronabedingte erzwungene Pause Anis Ferchichi alias Bushido sagte am Mittwoch im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker und drei seiner Brüder vor dem Landgericht aus Berlin ging weiter. Arafat Abou-Chaker soll Bushido im Januar 2018 inhaftiert, geschlagen und beleidigt haben, nachdem der Rapper seine Geschäftsbeziehung mit ihm beendet hatte. Arafat Abou-Chaker wird unter anderem wegen versuchter verschärfter Erpressung, gefährlicher Körperverletzung, Zwang und Freiheitsentzug beschuldigt.

“Arafat war in meinem Leben sehr präsent”

Das Bild der Beziehung ist jedoch widersprüchlich. Bushido hatte zuvor über den Prozess berichtet, dass seine Mutter und Abou-Chaker gut miteinander ausgekommen waren. Jetzt fragt der Richter, warum Bushido seine Mutter überhaupt einem Mann vorgestellt hat, der ihn angeblich finanziell befreit. “Arafat war in meinem Leben sehr präsent”, sagt Bushido. Es ist “ganz normal”, dass seine Mutter seinen “Freundes- oder Bekanntenkreis” kennenlernt. “Wie du es beschreibst, war er ein Freund?” Fragt der Richter. Bisher hatte Bushido Abou-Chaker eher als Teufel dargestellt. Jetzt sagt er: “Er war auch eine Person mit Vertrauen in Teile.”

Richter Mrosk fragt weiter, er fragt im Sommer 2017. Damals wollte Bushido im August mit seiner Frau und seinen Kindern in sein Haus in Kleinmachnow Brandenburg einziehen. Er kaufte das 16.000 Quadratmeter große Grundstück zusammen mit Abou-Chaker, darunter drei Häuser. Arafat Abou-Chaker lebte in einem Haus, Bushido musste mit seiner Frau in das Haus in der Mitte ziehen und Abou-Chakers Bruder lebte im dritten Haus. Bushido beschreibt die Position der Häuser, er spricht von einem “Sandwich”: “Wir waren oben und neben uns die Brotscheiben.”

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“Was für ein Zaun?”

Bushido sagt, er und seine Frau Anna-Maria standen im August vor ihrem Haus und überlegten, wo sie einen Zaun aufstellen sollten. “Irgendwann öffnete sich die Tür und Arafat kam mit einer Tasse Kaffee in der Hand heraus.”

Bushido beschreibt die Situation anschaulich und im Dialog. Sie erzählten Abou-Chaker von ihren Fechtplänen. “Wie? Was für ein Zaun?” Abou-Chaker war nicht begeistert. Anna-Maria Ferchichi machte ihm klar, dass seine Zustimmung nicht notwendig war. “Ein Wort verfolgte das andere”, sagt Bushido. Abou-Chaker machte ihr klar, dass sie nichts zu berichten hatte. Die beiden hätten sich angeschrien und beleidigt.

Bushido schickte schließlich seine Frau weg. Jetzt hat Abou-Chaker ihn angeschrien. “Dein Hund!” “Du Schwanz!” Er beschuldigte Bushido, seine Frau nicht im Griff zu haben. “Ihre Eier sind nur wegen dir gewachsen!” Bushido ließ sich von seiner Frau “an der Leine” führen. “Er hat mich so hart beleidigt.” Der Streit ging weiter und weiter.

Abou-Chaker beschuldigte ihn, sich verändert zu haben. Und Bushido fragte Abou-Chaker: “Wann haben Sie mich das letzte Mal angerufen und gefragt, wie es mir geht?”

Irgendwann explodierte Abou-Chaker: “Ich will nicht mehr mit dir arbeiten!” “Jackpot!” Dachte Bushido – und stimmte sofort zu. Abou-Chaker war überrascht. Er warnte Bushido. Ohne ihn wäre er nicht in der Lage, mit allen Menschen fertig zu werden, die “seine Kleidung waschen” würden. “Also mal sehen, was für ein Gangsta-Rapper du bist”, sagte Abou-Chaker.

Aber Bushido konnte sein Glück nicht fassen. Dieser Abou-Chaker selbst erklärte eine Trennung: “Ich hätte nie gedacht, dass es in meinem Leben möglich ist.” Anna-Maria Ferchichi weinte vor Freude, als Bushido ihr zu Hause davon erzählte. Wenn Sie an Bushido glauben, dauerte die Freude nur kurze Zeit.

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“Wenn ich zurückkomme, werden wir weitermachen”

Abou-Chaker soll sich am nächsten Tag zurückgemeldet haben. Abou-Chaker wollte mitmachen Mekka Pilgerfahrt. Er verabschiedete sich von Bushido vor einem Restaurant in Berlin. Er nahm ihn in die Arme. “Und während er mich in seinen Armen hält, sagt er: ‘Pilz darüber. Wenn ich zurückkomme, werden wir weitermachen.'” Abou-Chaker wollte die Zusammenarbeit fortsetzen.

Der Richter unterbricht Bushidos Sprachfluss. Er hat jetzt einen ganzen Katalog von Fragen.

Zum Beispiel: “Warum ziehst du in ein Haus”, wo du “in einer Sandwich-Position” mit dem Mann bist, den du heiraten musst, und seinem Bruder?

Bushidos einfache Antwort: Weil es ein unglaublich schönes Haus ist.

Der Richter kommt dann mit Bushidos vorherigem Zeugnis vor Gericht. Der Rapper sagte Ende Oktober, dass seine Frau und Abou-Chaker Ende 2014 einen heftigen Streit hatten. Bushido stand seiner Frau damals nicht zur Seite, beschuldigte sie aber auch. Dann er schlug sie. Am nächsten Tag verließ ihn Anna-Maria. Unter dem Schutz von Beamten der staatlichen Kriminalpolizei (LKA) packte sie ihre Sachen, nahm die Kinder und ging. Bushido nannte es den Tiefpunkt seines Lebens. Zu diesem Zeitpunkt rief er Abou-Chaker an. Warum überall Abou-Chaker? “Wenn ich mich so schmutzig fühle, rufe ich meinen besten Freund an”, sagte Richter Mrosk.

Bushido erklärt es mit Abou-Chakers Furchtlosigkeit gegenüber der Polizei. Er hatte Angst, verhaftet zu werden. Und Abou-Chaker hat das Talent, Polizeiaktionen abzuwehren. “Sie meinen, Sie hatten gehofft, dass Mr. Abou-Chaker Sie vor LKA schützen würde?” Fragt der Richter und lacht. “Ja”, sagt Bushido. Er muss auch lachen. Ein LKA-Offizier sitzt neben ihm. Bushido ist jetzt von der LKA geschützt.

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Am Ende des Prozesses scheint der Richter die besondere Beziehung zwischen Bushido und dem Oberhaupt des Clans zum Ausdruck gebracht zu haben: “Es scheint ein bisschen so, als ob dies eine Ein-Aus-Beziehung ist.” Bushido widerspricht nicht.

Symbol: Gespiegelt

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