Juni 18, 2021

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Beirut schickt gefährliches Material zur Zerstörung nach Deutschland

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BEIRUT (AP) – Ein deutsches Unternehmen hat gefährliche Chemikalien, die in Dutzenden von Containern gelagert wurden, aus dem Hafen von Beirut entfernt und ins Ausland geschickt, um die Anlage nach der großen Explosion im vergangenen Jahr zu sichern, teilte das Büro des libanesischen Premierministers am Mittwoch mit.

Das Büro von Premierminister Hassan Diab sagte, am Mittwoch seien 59 Container mit “gefährlichem Material” aus dem Hafen von Beirut deportiert worden.

Der deutsche Botschafter im Libanon, Andreas Kindl, hat im Februar getwittert, dass das Material zuerst im Hafen verarbeitet wurde und bereit ist, nach Deutschland geschickt zu werden. Am Mittwoch sagte er, das Schiff mit dem Material sei verlassen worden und werde in etwa zehn Tagen in der deutschen Stadt Wilhelmshaven eintreffen.

“Es wird Wochen dauern, bis die Chemikalien zerstört sind, die sich seit Jahrzehnten im Hafen von Beirut befinden”, twitterte Kindl.

Die Entscheidung, das Material zu entfernen, folgte der Explosion am 4. August im Hafen von Beirut, einer der größten nichtnuklearen Explosionen in der Geschichte.

Fast 3.000 Tonnen Ammoniumnitrat – ein hochexplosives Material für Gülle – wurden jahrelang falsch im Hafen gelagert. Die katastrophale Explosion tötete 211 Menschen und verletzte mehr als 6.000, die nahe gelegene Stadtteile zerstörten.

Im November unterzeichnete der Libanon mit dem deutschen Kombilift ein Abkommen über die Behandlung und den Versand von Behältern mit brennbaren Chemikalien ins Ausland. Das Geschäft hat einen Wert von 3,6 Mio. USD, an den die libanesischen Hafenbehörden 2 Mio. USD gezahlt haben, während die deutsche Regierung den Rest übernimmt.

Seit der Explosion im August und einem massiven Brand im Hafen Wochen später sind die Behörden besorgt über gefährliche Stoffe, die sich noch in der Anlage befinden. Einen Monat nach der Explosion teilte die libanesische Armee mit, Militärexperten seien zur Inspektion hinzugezogen worden und hätten 4,35 Tonnen Ammoniumnitrat gefunden, das entfernt und zerstört worden sei.

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