November 30, 2021

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Bankkredite und Einlagen werden weiter zunehmen | Artikel

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Makrovorschau: Beruhigung nach starkem Rebound

Nach einer Phase starken Wachstums nach Lockdowns wird nun mit einem Abflauen des Wirtschaftswachstums in der Eurozone gerechnet. Dies ist nur natürlich, da die Erholung der Aktivität hauptsächlich mit der Aufhebung der Beschränkungen der täglichen Aktivitäten zusammenhängt. Zu diesem Zeitpunkt hat sich das BIP auf 98,7 % unter dem Vorkrisenniveau erholt. Für 2022 prognostizieren wir ein BIP-Wachstum von 3,9 %, das weiterhin deutlich über dem Vorkrisentrend liegt, das Quartalstempo jedoch deutlich nachlassen wird. Dennoch wird dies ausreichen, um die Lücke zum Niveau vor der Pandemie zu schließen.

In den nächsten Quartalen gehen wir davon aus, dass sich die niedrige Arbeitslosigkeit und eine gewisse Zurückhaltung der Verbraucher weiterhin positiv auf das Wachstum auswirken werden, während auch die Unternehmensinvestitionen einen positiven Beitrag zum BIP-Wachstum leisten werden, da eine hohe Kapazitätsauslastung und niedrige Zinsen ein günstiges Umfeld bieten für Investitionen. Gleichzeitig verursachen Lieferkettenprobleme und Rohstoffknappheit Produktionsaussetzer und erhöhen den Druck auf das bereits hohe Inflationsniveau. Zusammen mit einem möglichen Wiederaufleben des Virus und den damit einhergehenden restriktiven Maßnahmen stellen diese einige der größten Abwärtsrisiken für die Aussichten für das nächste Jahr dar.

Wir gehen davon aus, dass das Pandemie-Notkaufprogramm (PEPP) im März nächsten Jahres endet.

Nach Ländern prognostizieren wir, dass sich Deutschland im nächsten Jahr dank einer sich erholenden Automobilbranche, die derzeit noch von Produktionsstillständen aufgrund von Halbleiterengpässen geplagt wird, auf 4,6 % beschleunigen wird. Wir erwarten aber auch, dass die Peripherie mit einem Wachstum von 5,3% in Spanien und 4% in Italien und Griechenland weiterhin eine starke Aufholperformance verzeichnet.

Für die Europäische Zentralbank setzt sich diese Erholung mit einem Inflationstrend von über 3% fort – und der für 2022 bei rund 2% liegen sollte – sollte im nächsten Jahr zu einer etwas restriktiveren Politik führen als erwartet. Wir gehen davon aus, dass das Pandemie-Notfall-Einkaufsprogramm (PEPP) bis März 2022 ausläuft, danach erwarten wir im zweiten Quartal einen Rückgang der Käufe auf rund 50 Mrd. € pro Monat. Dieser soll im dritten weiter auf rund 20-30 Milliarden Euro sinken. Dies würde im Rahmen des traditionellen Programms zum Ankauf von Vermögenswerten geschehen, könnte aber auch dazu führen, dass ein neues Überbrückungsprogramm installiert wird, um einige besondere Probleme im Zusammenhang mit der vollständigen Rückkehr zu APP anzugehen. Dies ist ein deutlicher Rückgang bei den Ankäufen von Vermögenswerten, der die sich verbessernden Wirtschaftsbedingungen und die steigenden Inflationserwartungen widerspiegelt.

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