Oktober 25, 2021

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Alarmstufe Rot in der Eurozone, da Deutschland den größten Inflationsanstieg seit 28 Jahren erleidet | Welt | Neu

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Erstmals seit 1993 haben die Inflationsraten in Deutschland vier Prozent überschritten. Im gesamten September lagen die Verbraucherpreise 4,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Für den Monat August meldeten die Statistiker einen Anstieg der Importpreise um 16,5% gegenüber dem Vorjahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Wiesbadener Behörde zuletzt im Dezember 1993 eine Vier vor das Komma gesetzt, als sie 4,3 % betrug.

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, warnte: «Die Inflationsrisiken nehmen derzeit deutlich zu.

„Bisher kann man mit Sicherheit sagen, dass der Inflationsanstieg vorübergehend ist.

“Aber die jetzt deutlich höheren Rohstoffpreise verändern die Ausgangslage.”

Die importierten Waren stiegen um fast 17% – so stark wie während der zweiten Ölkrise 1981.

Im Laufe der Jahre sind die Erdgasimporte um 178% und die Stromimporte um 136% im Jahresvergleich gestiegen.

Auch bei Kohle und Eisenerz stiegen die Importpreise um 118% bzw. 97%.

Gitzel warnte davor, dass steigende Gaspreise sich auf die Strompreise auswirken könnten.

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„Die Investitionen von Unternehmen und Regierungen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes erfordern viele zusätzliche Materialien, was die Preise dieser Rohstoffe in die Höhe treibt. “

Letzte Woche verstärkte die Bank of England ihre Warnung vor einer steigenden Inflation, nachdem sie zugegeben hatte, dass steigende Gaspreise und Lieferkettenprobleme die Wirtschaft daran hindern, so schnell zu wachsen, wie sie es vorhergesehen hatte.

Der geldpolitische Ausschuss, der einstimmig dafür stimmte, die Zinsen auf einem Allzeittief von 0,1 % zu belassen, warnte davor, dass die steigenden Energiekosten der Haushalte die Inflation bis Ende des Jahres und Mitte nächsten Jahres auf über 4 % drücken könnten.

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Sie senkten auch ihre Erwartungen für die Erholung von Covid, wobei das Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal dieses Jahres voraussichtlich 2,5% unter dem Niveau vor der Pandemie liegen wird.

Zu den Herausforderungen hinter der Warnung gehören die zusätzlichen Kosten im Zusammenhang mit dem Arbeitskräftemangel, Verzögerungen in den globalen Lieferketten und steigenden Energiepreisen sowie ein Rekordanstieg der Großhandelskosten.

In einem Brief an Bundeskanzler Rishi Sunak sagte Gouverneur Andrew Bailey, die Wirtschaft sei seit Jahrhunderten „einigen der größten Erschütterungen“ ausgesetzt gewesen und die Wirtschaftstätigkeit sei „außergewöhnlich volatil“.

Zusätzliche Berichterstattung von Monika Pallenberg

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